Der Landesvorstand der Partei DIE LINKE tagte erstmals in Lübeck. Eines der zentralen Themen war ein bildungspolitisches Konzept zum Thema Bekämpfung von Neofaschismus und Rechtspopulismus.
"Unsere Devise heißt nach wie vor: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen", so Asja Huberty, innenpolitische Sprecherin des Landesvorstandes und Mitglied der Linksfraktion in der Lübecker Bürgerschaft. "In Lübeck findet Ende März wieder der alljährliche Naziaufmarsch statt, deshalb ist es unsere Pflicht, nicht nur zu mobilisieren und zu demonstrieren. Wir müssen stattdessen auch Inhalte beisteuern und diskutieren."
Geplant sind vierteljährliche Workshops für Mitglieder und Sympathisanten der Partei. Die erste Veranstaltung trägt den Titel "Rechtsextremismus - eine Einführung", in dem es um die Begriffsklärung von Neonazismus, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Grauzonen, sowie um die Bedingungen für faschistische Bestrebungen und Gegenstrategien gehen wird. Als Referentin stellt sich die innenpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zur Verfügung. Termin und Ort werden noch bekanntgegeben.
Weitere Workshops werden sich mit der Geschichte Schleswig-Holsteins und dem Weg des hohen Nordens ins Dritte Reich beschäftigen. Des weiteren werden das umstrittene NPD-Verbot und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, einst angedacht als antifaschistisches Bollwerk, thematisiert.
"Ich freue mich, dass wir als Partei DIE LINKE auch landesweit unseren Bildungsauftrag wahrnehmen und uns aktiv in den Kampf gegen Rechts
einbringen. Unser Ziel ist eine breite Bewegung aus parlamentarischen und außerparlamentarischen Kräften zur Verhinderung eines neuerlichen Aufstiegs der faschistischen Gefahr. Nie wieder Faschismus - nie wieder Krieg! ", so Asja Huberty abschließend.