Mit Bestürzung erfahren wir durch den Offenen Brief des Jugendverbandes Fördebande von direkten Angriffen und Verfolgungen einer jungen Antifaschistin durch neonazistische Kräfte. Solche Übergriffe nehmen beständig zu. Das darf nicht länger ignoriert und verharmlost werden. Wir fordern alle Menschen auf, sich den Neofaschisten immer und überall in den Weg zu stellen. Nur wo kein Widerstand ist kann sich neofaschistisches, rassistisches und antidemokratisches Denken und Handeln ausbreiten.
Erschreckend ist auch die Tatenlosigkeit der Polizei. Wir fordern die Schleswig-Holsteinische Polizei auf, ihrer Aufgabe nachzukommen und antifaschistisch und demokratisch engagierte Bürgerinnen und Bürger vor rassistischen und nazistischen Bedrohungen und Übergriffen zu schützen. Eine Verweigerung der Aufnahme von Anzeigen gegen neofaschistisch motivierte Bedrohungen ist nicht hinnehmbar. Wir fordern den Innenminister auf, dafür Sorge zu tragen, dass künftig eine Strafverfolgung nicht mehr vereitelt werden kann.
Wir erklären unsere ausdrückliche Solidarität mit Cora D. und dem Jugendverband Fördebande. Für ihr Engagement für eine solidarische und antifaschistische Stadtkultur wünschen wir ihnen viel Erfolg. Wir werden - soweit es uns möglich ist - sie dabei unterstützen.
Der Landesvorstand
DIE LINKE.Schleswig-Holstein