Die Kürzungen der Zuschüsse bei den dänischen Schulen durch die schleswig-holsteinische Landesregierung sind nach Auffassung des Bundestagsabgeordneten Raju Sharma (DIE LINKE) nicht nur haushaltspolitisch motiviert.
"Der CDU und der FDP geht es doch nicht um ein oder zwei Millionen Euro für die Haushaltskonsolidierung. Hier soll das fortschrittliche Bildungsmodell eines gemeinsamen längeren Lernens torpediert werden. Mit ihrem Bekenntnis zur Gemeinschaftsschule und ihren modernen pädagogischen Konzepten leisten die Minderheiten nördlich und südlich der Grenze beispielhaft gute Arbeit. Es kommt nicht von ungefähr, dass immer mehr Eltern ihre Kinder in den Minderheitenschulen anmelden wollen", so Sharma.
Die Argumente, mit denen die Landesregierung ihre Kürzungen begründet, seien ebenso haltlos wie fadenscheinig und minderheitenpolitisch an Absurdität nicht mehr zu überbieten. Es sei ausdrücklich zu begrüßen, wenn Dänemark und die Südschleswigsche Minderheit mehr Geld für die Bildung aufzuwenden bereit sind, als das in Deutschland zur Zeit noch die Regel ist. Die Änderung des Schulgesetzes jetzt noch auf die Schnelle durchziehen zu wollen, passe da durchaus ins Bild.
"Der Vorwurf von CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher, der Rat lasse sich vor einen politischen Karren spannen, ist vollkommen widersinnig. In Wirklichkeit fährt die schwarz-gelbe Koalition derzeit Schlitten mit den Minderheiten. Dass sich der Gemeinsame Rat dagegen zur Wehr setzt, ist völlig richtig. Meine Unterstützung hat er", so Sharma abschließend.