von Cornelia Möhring
Im Tarifkonflikt um die kürzlich durch die Helios AG übernommenen Kliniken der Damp-Gruppe greift der Gesundheitskonzern zu illegalen Methoden. Bereits am Freitag wurden den rund 1.000 Beschäftigten der konzerneigenen Zentralen Servicegesellschaft (ZSG), die in den Kliniken der Damp-Gruppe nichtmedizinische Dienstleistungen erbringt, gekündigt. Mit den Kündigungen sollen die Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer dort insgesamt eingeschüchtert werden. Bereits im Vorfeld hatte das Unternehmen angekündigt, sollte der Kampf für einen Tarifvertrag und den Erhalt des Service-Bereichs erfolgreich sein, Menschen entlassen zu wollen.
So versucht Helios, das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Streik durch Zwangsmaßnahmen auszuhebeln. Ver.di kündigte an, gegen die Entlassungen gemeinsam mit den Beschäftigten vorzugehen. In den aktuellen Auseinandersetzungen werden die streikenden Kolleginnen und Kollegen einen langen Atem und Solidarität brauchen.
Die brachiale Politik von Helios/Fresenius zeigt deutlich, warum Privatisierung im Gesundheitsbereich fatal sind: Gesundheit wird zur Ware degradiert, mit der Profit erwirtschaftet werden soll. Darunter leiden die Beschäftigten, letztlich auch die Patientinnen und Patienten. Deshalb tritt DIE LINKE für eine Rücknahme der Privatisierungen im Gesundheitsbereich ein sowie für eine Rekommunalisierung der Krankenhäuser und Kliniken. Der bisherige Weg der Gesundheitspolitik führt auf den Abgrund zu, eine Kehrtwende ist dringend notwendig!
Presse-Information von ver.di: www.verdi.de/themen/geld-tarif/++co++907c3b0a-beca-11e1-7bd7-0019b9e321e1