DIE LINKE in Schleswig-Holstein unterstützt den Aktionstag des DGB gegen unhaltbare Zustände imBereich der Leiharbeit. Vor vielen Unternehmen in Schleswig-Holstein führte DIE LINKE heute Morgen Aktionen durch. Unter anderem verteilten Mitglieder der Partei DIE LINKE Flugblätter vor Raytheon-Anschütz.
„Leiharbeit wird mittlerweile für Lohndumping missbraucht. Außerdem werden Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter vermehrt zum Streikbrechen eingesetzt“, sagt Jannine Menger-Hamilton, Landessprecherin der Partei. „Unsere Hauptforderungen sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter ab dem ersten Tag und ein Lohn-Aufschlag von 10 Prozent. Wir fordern ein Verbot von Leiharbeit in Betrieben, die bestreikt werden und einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro.“
„Wenn zum 1. Mai 2011 die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft tritt, droht allen eine neue Lohndumping-Runde. Nur ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn kann verhindern, dass ArbeitnehmerInnen untereinander um den niedrigsten Lohn konkurrieren. Gleichzeitig garantiert nur der Mindestlohn – wie in fast allen anderen europäischen Staaten – ein Einkommen, von dem man vernünftig leben kann“, ergänzt Landessprecher Björn Radke.
DIE LINKE hatte im Landtag einen Antrag eingebracht, den Aktionstag des DGB zu unterstützen. Das Abstimmungsverhalten der anderen Landtagsfraktionen zu diesem Antrag spreche Bände. „Dass FDP und CDU unseren Antrag ablehnen war abzusehen, aber die Ablehnung des Antrages durch SPD und SSW sowie die Enthaltung der GRÜNEN verwundert mich sehr. Wer die Verbesserung der Situation von Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern fordert, kann unseren Antrag eigentlich nicht ablehnen. Wir arbeiten als Partei und Fraktion weiterhin daran, dass die Zustimmung wächst“, so Menger-Hamilton abschließend