10. November 2011

Niedriglohnbereich in SH am größten

Passau (dapd)/ - In Deutschland ist nach OECD-Kriterien bereits gut jeder fünfte Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beschäftigt. Das berichtet die "Passauer Neue Presse" (heute) unter Berufung auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Danach verdienten Ende vorigen Jahres 4,6 Millionen der rund 21 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten monatlich weniger als 1800 Euro brutto. Nach der OECD-Definition liegt die Niedriglohnschwelle bei zwei Dritteln des mittleren, sogenannten Medianlohns. Im Osten sind das 1379 Euro, im Westen 1890 Euro.

Nach BA-Daten haben Schleswig-Holstein mit 27 Prozent und Niedersachsen mit 25,2 Prozent die höchste Niedriglohnquote. In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil bei 20,4 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern bei 23,8 Prozent. Bayern weist 20,6 Prozent, Baden-Württemberg 18,2 Prozent und Hessen 19,2 Prozent Niedriglohn-Stellen auf.

DIE LINKE hat für heute eine Aktuelle Stunde zum Mindestlohn durchgesetzt. "Eigentlich liegt der Skandal schon darin, dass wir in regelmäßigen Abständen Milliardenbeträge angeblich für die Euro-Rettung oder für die Banken beschließen, dass wir jetzt in der zweiten Legislaturperiode seit sechs Jahren es nicht hingekriegt haben, Armutslöhne in dieser Republik durch die Einführung von Mindestlöhnen zu verhindern", adressiert Klaus Ernst an die Regierungskoalition. Video
2005 - 2011: DIE LINKE kämpft für den Mindestlohn