„Ob Frauenhaus, Mädchentreff oder die Beratungsstelle „Frau und Beruf“ - die unsozialen Kürzungen der Kieler Landesregierung bedrohen die Existenz der in zwanzig Jahren gewachsenen Infrastruktur für Frauen in Schleswig-Holstein“ erklärt die Schleswig-Holsteinische Bundestagsabgeordnete der Linken, Cornelia Möhring.
Schon heute reichen die Plätze in den Frauenhäusern vorne und hinten nicht. „Doch künftig werden Frauen in Not noch viel weitere Wege zurücklegen müssen, um sich vor Gewalt zu schützen. Und sie werden noch öfter vor überfüllten Frauenhäusern kehrtmachen“ so Möhring weiter.
Kleinere Frauenhäuser sollen bald gar keine Gelder mehr erhalten. Deshalb müssen sich Frauen aus den Kreisen Stormarn und Rendsburg vermutlich bald an Schutzeinrichtungen im Herzogtum Lauenburg oder in Hamburg wenden.
„ Mit einer solchen Politik" – so Cornelia Möhring – "wird Gesundheit und Leben von Frauen und ihren Kindern in unverantwortlicher Weise gefährdet.“
Wenn die Kürzungen aus Kiel wirksam werden, müssen die11 Beratungsstellen „Frau und Beruf“ in Schleswig-Holstein spätestens 2014 schließen. Sie sind aber unverzichtbar für bessere Arbeitsmarktchancen von Frauen.
Auch auf die Mädchentreffs und Berufsberatungsstellen für Frauen und Mädchen kommen harte Zeiten zu, wenn die Sparpläne der Landesregierung wie geplant umgesetzt werden. Die Mädchentreffs stehen dann bereits Ende des Jahres vor dem Aus.
„Gegen diese unsozialen Kürzungen zu Lasten von Frauen müssen wir uns wehren“, so Cornelia Möhring, die auch Landessprecherin der LINKEN in Schleswig-Holstein ist. „Wie die Linksfraktion im Landtag und in den Kommunalparlamenten unterstütze auch ich den Widerstand der Betroffenen. Ich fordere die Landtagsfraktionen der SPD, der Grünen und des Südschleswigschen Wählerbundes auf, mit uns gemeinsam alles zu tun, um die Verwirklichung der unsozialen und ungerechten Kürzungspläne der Regierung Carstensen zu verhindern.“