Ich unterstütze die seit Tagen laufenden Protestaktionen der Hebammen-Verbände und hoffe, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger an ihrer digitalen Petition an den Deutschen Bundestag beteiligen“ erklärt Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete der Linken anläßlich der Freischaltung der Online-Petition (LINK).
Nach den Schlecker-Beschäftigten und den LeiharbeiterInnen bei den Kieler Nachrichten erreicht der rasante Sozialabbau jetzt die Hebammen, so Möhring weiter. Ab 1. Juli verlangen die Haftpflichtversicherer von ihnen Beiträge, die besonders für die freiberuflichen Hebammen existenzbedrohend sind: bei einem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1200 Euro sollen sie 300 Euro Versicherungsprämie monatlich zahlen.
„Es geht es nicht nur um einzelne Hebammen, sondern um einen ganzen Berufsstand. Ohne die mehr als 700 freiberuflichen Hebammen ist eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung von Schwangeren, Müttern und Säuglingen in Schleswig-Holstein nicht möglich“, so Cornelia Möhring.
„Die Hebammen und die von ihnen betreuten Frauen dürfen nicht die Opfer eines Kampfes zwischen Krankenkassen und Versicherungen werden. Der Deutsche Bundestag muss sich mit dem Thema beschäftigen. Und eine Lösung finden, die die wertvolle und verantwortungsvolle Arbeit der Hebammen wertschätzt und eine gute Versorgung von Schwangeren und Müttern auch im ländlichen Raum sicherstellt.“
DIE LINKE hat bereits am 4. April in einer Kleinen Anfrage auf die prekäre Situation der Hebammen aufmerksam gemacht.
Sie wird sich auch weiter für eine Anhebung der Gebühren und Gehälter und für bezahlbare Versicherungen für die Hebammen stark machen.