Mein Name ist Carsten Friederichs , ich bin Rentner, 69 Jahre alt und Mitglied im Kreis Herzogtum Lauenburg, dort zur Zeit verantwortlich für die Rentenkampagne. Mein erlernter Beruf ist der eines Schiffsoffiziers und Kapitäns, den ich bis 1971 ausgeübt habe. Nach Abschluss eines Studiums der Volkswirtschaft an der „Hochschule für Wirtschaft und Politik“ war ich dann im kaufmännischen Bereich des Seeverkehrs beschäftigt. Ich bin seit 43 Jahren Gewerkschaftsmitglied und entwickelte mich während meines Arbeitslebens sozusagen zum „Basisfunktionär“- ich war gewerkschaftlicher Vertrauensmann im Betrieb, Betriebsrat, Betriebsratsvorsitzender, Gesamtbetriebsratsvorsitzender. 1971 bis 1981 war ich Mitglied der DKP und wir taten das, was wir in der LINKEN heute auch tun: Wir vertraten unsere Interessen und die der arbeitenden Menschen. Die Zustände im REALEN SOZIALISMUS aber brachten mich dazu, die Partei wieder zu verlassen.
Mitglied der Partei DIE LINKE bin ich seit Mai 2008.Weil ich im Süden des Landes wohne, bin ich Mitglied der LAG „ Betrieb und Gewerkschaft“ Hamburg.
Meine Bewerbung für den Landesvorstand nach so kurzer Mitgliedschaft in der Partei wirft, so meine ich, ein Schlaglicht auf die stürmische Entwicklung der Landesorganisation seit der Gründung: Jeder mit politischer Erfahrung wird gebraucht. Die erfreulichen Wahlerfolge und der Einzug in Kreis- und Gemeindeparlamente haben eine Fülle von neuen Aufgaben zur Folge gehabt und es gilt nun, das Erreichte zu sichern und auszubauen.
Deshalb habe ich mich in die Rentenkampagne eingebracht und habe mir für meine eventuelle Arbeit im Landesvorstand 2 Aufgabenschwerpunkte gesetzt:
1) Ich möchte mithelfen, die Verbindung zwischen Landesvorstand und den Kreisen zu verstärken. Die Kreise müssen bei ihrer Aufbauarbeit unbedingt mehr unterstützt werden. Wenn zum Beispiel die Kreisverbände mobilisiert werden für die Rentenkampagne und dann nach der Aktionskonferenz im Juli 2 Monate lang vom Landesvorstand keinerlei Anregung oder Unterstützung kommt, ist das nicht gerade vorantreibend.
2) Wir haben im parlamentarischen Kampf wichtige Erfolge erzielt. Der parlamentarische Kampf aber ist nur die eine Seite der Medaille: Alle Werte, die wir einsetzen können, um unsere politischen Forderungen (wenn wir sie denn durchsetzen) zu finanzieren, werden in der Betrieben erarbeitet. Bezogen auf die Rentenkampagne heißt das: Wenn die arbeitenden Menschen in den Betrieben sich nicht verstärkt für gerechte Löhne einsetzen, werden wir mit Gesetzesinitiativen allein kaum Erfolge erringen, denn die Rente bemisst sich nach wie vor nach den Bruttolöhnen. Deshalb muss auch vom Landesvorstand eine verstärkte gewerkschaftliche Orientierung ausgehen. Ich möchte mithelfen, auch die Kreise in die Lage zu setzen, diese Orientierung immer besser umzusetzen Die LAG „Betrieb und Gewerkschaft Schleswig-Holstein“ kann sicherlich dabei behilflich sein.