Antragsstellerin Sigrid Randschau

Bildungspolitik DIE LINKE in SH

Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Der Stellenwert von Bildung wächst. Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht. Chancengleiche Bildung ermöglicht Einzelnen eine adäquate Entwicklung, für eigene Rechte einzutreten wie auch, sich für grundlegende Rechte anderer zu engagieren. Selbständiges Erlernen, Denken, Originalität ersetzen eine neoliberal - reproduktive Ausrichtung.

DIE LINKE in Schleswig Holstein setzt auf

- Verankerung des Rechts auf Bildung im GG - Umsetzung der Art 6 Allgem. Erklärung der Menschenrechte der UN und Art. 13 kult. Menschenrecht im Internationaler Pakt über wirtsch., soziale und kulturelle Rechte der UN in national. Recht

- - Zuständigkeit des Bundes für Bildungspolitik bei Erhalt der kulturellen föderalen Struktur

- Gemeinschaftsschule bis inkl. 10. Schuljahr

- Förderqualität des Gymnasiums für alle Begabungsniveaus

- günstiger Personalschlüssel (1:10 / 2:20) für alle Klassen

- Betreuung durch Dipl. Sozialpädagogen, min. zwei pro Schule

- Projektarbeit (Selbstverantwortlichkeit, neben singulären Gesetzmäßigkeiten komplexes Denken lehren/ lernen)

- Schulfach Lebensqualität (Ernährung, Bewegung, Stressabbau)

- Förderung von Ganztagsangeboten

- Kultur der Begleitung und Unterstützung von Familien von Beginn an

- Schulungspflicht Eltern /-angebot mit Schwangerschaftsbeginn

- Sicherung von ‚sicherer Bindung' des Kindes an zum. ein Elternteil

- frühkindliche Förderung (Sprache, Resilienz, soz. Kompetenz, Lernvermögen, gesundes Essverhalten, körperliche Aktivität)

- kostenfreie Krippen-, Kita- und Hort- und Studien-Plätze

- kostenfreie, gesunde Mahlzeiten in allen pädag. Einrichtungen

- niederschwellige, wohnortnahe Erziehungshilfeangebote auf allen Ebenen (Notlagen, Überforderung etc.) ohne Stigmatisierung

- verändertes Verständnis des Erzieher- und Lehrerberufs

- Aufwertung des Erzieher- und Lehrerberufs im öffentlichen Bewußtsein (Entlohnung, Hochschulbildung Erzieher, mehr Kräfte Früherziehung)

- Förderung pädagogischer, didaktischer und sozialer Kompetenz

- Entwicklungs-Helfer, nicht Selektierer des System

- Förderer kult. Gemeinsamkeit und argumentativer Kultur

Zwingende Vernetzung mit Wirtschafts-, Arbeitsmarkt-, Gesundheitspolitik

Begründung:

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht; um es aber allen zugute kommen lassen zu können, bedarf es der Aufnahme ins GG. Mit diesem Schritt sind alle von uns angedachten Veränderungen im Bildungssektor mit höhstmöglicher Unterstüzung versehen.

Ein bundeseinheitich gestalteter Bildungssektor kann

  • die primäre Stellung von Bildung als Motor der Entwicklung klar heraus stellen
  • einen klar umrissenen Rahmen für schwerpunktmäßige Ausgestaltung auf Institutsebene schaffen
  • die Erarbeitung klarer Strukturen befördern
  • die Vergrößerung eines Bildungsproletariats stoppen

Die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bis zum erstmöglichen Bildungsabschluss (10. Klasse) bedeutet die Chance, Demokratie von Kindesbeinen an gelehrt zu wissen und sich der Umsetzung in einer langen Übungsphase sicher sein zu können.

  • das stärkt dass Gemeinwesen von innen heraus ermöglicht interkulturelle zwischen-menschliche Beziehungen stärkt Emanzipation auf allen Ebenen innerhalb der Gesellschaft
  • Einführung eines Faches Elternschaft/ Familienkompetenzen schafft soziale Kompetenzen im sozialen Nahumfeld

Eine Kultur der Begleitung und Unterstützung von Familien von Beginn an eröffnet die Möglichkeit, die Fähigkeiten wieder zu beleben, die Gemeinschaft funktional erhalten

  • wohnortnahe köperliche, seelische und soziale Stärkung aller im jeweiligen Umfeld

Eine Aufwertung des Lehrerberufs ist zwingend nötig in einem Gemeinwesen, in dem Vereinzelung zur Norm geworden ist. Wie und wo sonst sollen Einzelne verbindliche Werte lernen können, wenn nicht in einem intakten Zuhause und einer auffangenden Schule, die sie durch die kritischen Entwicklungsphasen kompetent begleitet.

Legitimation und Unterstützung auf dem LPT hilft dabei , das dringend Nötige zu tun.

Danke.

Weiteres ggf. Mündlich