Antragsteller: Hansjürgen Schulze, KV Plön und Sprecher LAG Kultur, Jürgen Blaas (KV Pinneberg), Dr. Bernd Bornemann (KV Ostholstein) und Dr. Helmut Grewe (KV Rendsburg-Eckernförde).
Der Landesparteitag möge beschließen:
DIE LINKE entwickelt bei der Herausbildung eines politischen Profils einen weiten Kulturbegriff, der die unterschiedlichen Lebensweisen der Menschen und die verschiedenen Formen der praktisch-geistigen Aneignung der Welt in den Mittelpunkt ihrer politischen Ansätze stellt.
Das Bundesland Schleswig-Holstein sowie einzelne Landesteile sind national wie international in ein multidimensionales System regionaler politischer und ökonomischer Kooperationen eingebunden. Damit rückt unter anderem auch die Förderung regionaler Wirtschaftsstrukturen in den Mittelpunkt gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen. Linke Politik muss, soll ihr Streben nach einem Politikwechsel nachhaltig erfolgreich sein, diese Strukturen berücksichtigen und möglichst entsprechend ihrer eigenen Programmatik weiterentwickeln.
National hat die Metropolregion Hamburg, international die Ostseekooperation für Schleswig-Holstein politisch wie ökonomisch herausragende Bedeutung; das beginnt bereits bei Kreis- und kommunalen Partnerschaften, Kreisgebiets- und Verwaltungsstrukturreformen. Ohne die Berücksichtigung dieser regionalen Kooperationszusammenhänge kann eine landespolitische Positionierung der Linken Schleswig-Holsteins der gesellschaftlichen Realität dieses Landes nicht gerecht werden.
Da unsere Partei zur Begründung eigener Politikkonzepte regelmäßig auf Beispiele in den skandinavischen Ländern verweist, drängt sich der schleswig-holsteinischen Linken die Chance zur Wahrnehmung einer Brückenfunktion auf – als Beispiel seien die sich vertiefende Kooperation des dänischen Sönderjylland und des deutschen Teils von Schleswig (Nord- und Südschleswig) sowie der Region Schleswig-Holstein-Mitte (K.E.R.N. einschließlich des Kreises Plön) und der dänischen Insel Fyn genannt.
Begründung erfolgt mündlich.