Auf der letzten Sitzung am 18.12.11 der Arbeitsgemeinschaft haben wir uns beschäftigt mit der Frage:
Was ist die Piratenpartei?
Juli Zeh schreibt im Magazin der Süddeutschen Zeitung Nr. 47/2011: "Wer das Potenzial der Piratenpartei verstehen will, muss zunächst einsehen, dass »Internet« mehr bedeutet als ein technisches Hilfsmittel, für das man vielleicht ein paar geänderte Gesetze braucht. Es ist Geburtsort und Lebensraum der Kommunikationsgesellschaft und somit Chiffre für einen Epochenwandel, der eines Tages im Rückblick als ebenso einschneidend gelten wird wie die Erfindung von Zügen, Autos und Flugzeugen. Ein weiterer Schritt im Bemühen der Menschheit, Zeit und Raum zu überwinden.
Beim Überwinden von Grenzen geht es um Freiheit. Hier haben wir den Punkt, der offensichtlich so schwer zu vermitteln ist: Die Piraten sind keine Internet-, sondern eine Freiheitspartei. Ihr grundlegendes Anliegen besteht in einer Rückkehr zu humanistischen Prinzipien. Das Internet kann in diesem Zusammenhang als angewandte Metapher für ein zeitgenössisches Verständnis von Freiheit begriffen werden. Freiheit durch Gleichberechtigung, Freiheit durch Meinungsäußerung, Freiheit durch allgemeinen Zugang zu Bildung und Wissen. Freiheit durch die Erosion von Hierarchien und Autoritäten. Freiheit durch Teilhabe und Pluralismus. Durch den Abschied vom linearen Denken zugunsten eines kontextuellen Verständnisses von Wirklichkeit. Das meint Christopher Lauer, wenn er sagt: »Wir machen keine Politik für das Internet, sondern für eine durch das Internet veränderte Gesellschaft."
Nach dem Vortrag haben wir diskutiert:
Wer wählt die Piratenpartei?
Welchen Platz nehmen die Piraten im sich verändernden Parteiengefüge ein?
Sind die Piraten ein möglicher Bündnispartner der Linken?
Wir würden gerne hier einen Bericht einstellen. Zur Zeit ist das aber leider technisch nicht möglich. Dennoch kann mensch eine Zusammenfassung der Veranstaltung lesen unter: http://politischeberichte.wordpress.com/2012/01/12/piratenpartei-wirklich-nur-konkurrenz-vielleicht-entsteht-eine-neue-partei-des-burgerlichen-liberalismus/
Mit solidarischen Grüßen
Karl-Helmut Lechner
für die LAG „Kommunistische Politik von unten“
eMail: Karl-Helmut.Lechner@wtnet.de
Tel.: 0157 030 315 11
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