Konkretes Handeln dringend geboten

Zur Forderung des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion in der heutigen Landtagssitzung, dass Jungen bei den Bildungsangeboten in der Schule nicht weiter benachteiligt werden dürfen,
erklärt die bildungspolitische Sprecherin Gerrit Große:

Zur Forderung des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion in der heutigen Landtagssitzung, dass Jungen bei den Bildungsangeboten in der Schule nicht weiter benachteiligt werden dürfen,
erklärt die bildungspolitische Sprecherin Gerrit Große:

Die Linkspartei.PDS vermisst seit Jahren in der Bildungspolitik der Landesregierung Konzepte zur Förderung spezieller Defizite. Spätestens seit PISA 2000 ist bekannt, dass Jungen in den Schulen zu schlechteren Ergebnissen kommen als Mädchen. Insofern ist das von Herrn Senftleben thematisierte Problem nicht neu.
Schon seit langem wäre eine stärkere Förderung von Jungen nötig gewesen. Doch die Landesregierung reagierte nicht entsprechend. Diese Defizite sind nach Ansicht der Linkspartei.PDS nur durch eine gezielte Frühförderung, eine Förderung der Kinder, die von der Schule zurückgestellt werden, und durch eine systematische Förderung in den Schulen auszugleichen. Dazu bedarf es einer entsprechenden Lehrkräftezuweisung, um Förderunterricht zu gewährleisten. Minister Rupprecht kündigte zwar Maßnahmen zur individuellen Förderung an, doch dieses Versprechen steht im Widerspruch zur bisherigen Politik der Landesregierung. Die Stundenzuweisungen für Förder- und Teilungsunterricht wurde in den vergangenen Jahren derartig reduziert, dass den Schulen heute keinerlei Ressourcen für Förder- und Teilungsunterricht mehr zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es enorme Defizite bei der Fortbildung von Lehrkräften. Es ist längst überfällig, dass die Landesregierung gemeinsam mit der Universität pädagogische Konzepte zur Förderung von Jungen entwickelt und diese dann auch zielstrebig umsetzt.