Lübeck: Bisky fordert Konzept zum Truppenabzug

Bisky fordert Konzept zum Truppenabzug

Lübeck.- Der Parteivorsitzende der Linken, Lothar Bisky, hat den Bundeswehreinsatz in Afghanistan scharf kritisiert. Bisky, der anlässlich des Antikriegstages in Lübeck sprach, fordert von der Bundesregierung “ein Konzept für einen Truppenabzug.” Die dadurch freiwerdenden Mittel sollten umgehend in internationale Maßnahmen der zivilen Konfliktlösung umgeleitet werden.

Schon der Einmarsch der Sowjetunion habe, so Bisky, Afghanistan nicht befrieden können. Die heute von der Bundeswehr mitgetragenen Militäreinsätze würden am Ende kein besseres Ergebnis mit sich bringen, schon jetzt zeige sich “die afghanische Bevölkerung mehr und mehr enttäuscht.” Deswegen, so der Chef der Linken, bleibe es beim klaren Nein seiner Bundestagsfraktion zur Verlängerung der Bundeswehreinsätze in Afghanistan.

Afghanistan sei ein Beleg, dass die Welt mit Beginn des 21. Jahrhunderts nicht sicherer geworden sei. “Ohne den Kampf für Abrüstung und die Ausweitung humanitärer Hilfe steht die selbst bestimmte Entwicklung der Völker und Menschen auf dem Spiel”, so der Chef der Linken heute in Lübeck.

Innenpolitisch forderte Bisky “die Stärkung antifaschistischer Netzwerke gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus”. Dies und nicht blinder Aktionismus, sei die richtige Antwort auf Aufmärsche wie in Wunsiedel und die Ereignisse in Mügeln.