DIE LINKE fordert die Landesregierung zum Handeln auf!

Die materielle Armut, unter der Kinder und junge Menschen zunehmend zu leiden haben, wird zu einem immer gravierenderen Problem. Die Landesregierung muss endlich handeln, fordert die Landessprecherin der LINKEN, Antje Jansen, nachdem die ersten Zahlen aus dem in Kürze erscheinenden Armutsbericht der Bundesregierung veröffentlicht wurden.

Die materielle Armut, unter der Kinder und junge Menschen zunehmend zu leiden haben, wird zu einem immer gravierenderen Problem. Die Landesregierung muss endlich handeln, fordert die Landessprecherin der LINKEN, Antje Jansen, nachdem die ersten Zahlen aus dem in Kürze erscheinenden Armutsbericht der Bundesregierung veröffentlicht wurden. Demnach steigt das Armutsrisiko für Kinder und Jugendliche immer weiter an. Jedes fünfte Kind in Schleswig-Holstein ist von Armut betroffen. In den größeren Städten wie Lübeck und Kiel sei diese Quote noch deutlich höher, meint Jansen. Zudem gelten bundesweit fast 30 Prozent der jungen Erwachsenen bis zu 24 Jahren offiziell als arm. Diese Zahlen sind schon wesentlich mehr als nur ein Alarmsignal. Diese Entwicklung wird für die gesamte Gesellschaft katastrophale Folgen mit sich bringen, so die Sprecherin der LINKEN.

Den akut Betroffenen müsse unmittelbar geholfen werden. Langfristig helfe nur eine Bildungspolitik, die vom Kindergarten bis zur Uni gebührenfrei und auf die Bedürfnisse von Eltern, Kindern und Jugendlichen zugeschnitten sein müsse. Deswegen fordern wir von der Landesregierung unter anderem ein Sofortprogramm gegen Kinderarmut. Das muss Gemeinschaftsschulen als Ganztageseinrichtungen ebenso beinhalten, wie einen kostenfreien Mittagstisch in allen Bildungseinrichtungen. Es ist eine Schande, wie die Landesregierung mit warmen Worten auf leere Kindermägen reagiert, wie sie damit Wahlkampf macht, statt Hilfe anzubieten.

So sei die unter anderem vom Land ins Leben gerufene Initiative “Kein Kind ohne Mahlzeit ein Programm, das seinem Namen nicht gerecht werde und allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein sei. Der Landeszuschuss von zwei Millionen höre sich großzügig an, zumal private Spenden den Etat deutlich aufstocken sollen. Aber die Rechnung geht nicht auf, allein in Lübeck würde ein solcher Mittagstisch in den Schulen und Kitas mit jährlich 800.000 Euro zu Buche schlagen, kalkuliert die LINKEN-Politikerin, die selbst in Lübeck einen Kindergarten leitet.