DIE LINKE fordert zum Weltkindertag gleiche Chancen für alle Kinder

In einer Gesellschaft, in der immer mehr auf Egoismus und Selbstverwirklichung gesetzt wird, werden die Verlierer des Systems gezielt ausgegrenzt und ausgeblendet. Sogar unsere jüngsten Mitbürger bekommen die soziale Ungerechtigkeit und die Ungleichheit der Chancen in der heutigen Zeit zu spüren. Wir kämpfen dafür, unsere Kinder möglichst lange vor diesen Unterschieden zu beschützen. Unsere Kinder sollen möglichst lange, nichts von dieser Entwicklung spüren. Wir wollen alle Kinder gleich behandeln und gleich fördern. Wir wollen, dass kein Kind von Betreuung und Bildung ausgeschlossen wird, weil die Eltern kein Geld haben. Es ist hanseatische Tradition, dass die Städte und Gemeinden für Kinder sorgen, deren Eltern es nicht alleine schaffen. Die norddeutsche Geschichte ist auch die Geschichte der Hospitäler, Waisenhäuser und Klöster, die schon im Mittelalter arme Kinder versorgten. Wir werden diese Tradition nicht aufgeben und alles für unsere Kinder tun.

Zum Weltkindertag geben wir ein klares Bekenntnis ab, dass wir das deutsche Bildungssystem von Grund auf reformieren wollen. Dies erfordert Mut und die Bereitschaft einen klaren Schnitt zu machen. Alle gesellschaftlichen Kräfte, alle Lehrer und Eltern müssen sich an der Reform des Bildungswesens in Deutschland beteiligen. Wir wollen eine kostenlose Betreuung jedes Kindes unabhängig von Herkunft und Elternhaus, vom Kindergarten bis zur Universität.

DIE LINKE kämpft für eine Schule für alle. Das dreigliedrige Schulsystem stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist nicht mehr zeitgemäß. Die soziale Auslese des Systems, die Stigmatisierung und die Perspektivlosigkeit unserer Hauptschüler sind nicht mehr länger hinnehmbar. Das ganze System ist überholt und durch Flickschusterei nicht zu reformieren. Wir brauchen den Mut, einen neuen Weg zu gehen. Wir fordern die Gymnasien auf, ihre Tore endlich für alle Schüler zu öffnen und das elitäre Denken abzulegen. Jeder Schüler sollte die Möglichkeit haben bestmöglich gefördert zu werden und den höchsten Schulabschluss zu erreichen.