CO2 verringern, nicht vergraben

Das Land Schleswig-Holstein und das Unternehmen RWE/ DEA prüfen Möglichkeiten, Kohlendioxid dauerhaft unterirdisch zu speichern. Dies geschieht, selbstverständlich, alles unter dem schönen Begriff "Klimaschutz". Tatsächlich ist dies aber nur ein Versuch, finanziert durch öffentliche Fördergelder, die Legitimation für den Bau neuer und größerer Kohlekraftwerke zu erhalten.

Das Land Schleswig-Holstein und das Unternehmen RWE/ DEA prüfen Möglichkeiten, Kohlendioxid dauerhaft unterirdisch zu speichern. Dies geschieht, selbstverständlich, alles unter dem schönen Begriff “Klimaschutz”. Tatsächlich ist dies aber nur ein Versuch, finanziert durch öffentliche Fördergelder, die Legitimation für den Bau neuer und größerer Kohlekraftwerke zu erhalten. Wir lehnen diesen Vorstoß ab und fordern, die dafür vorgesehenen Gelder in die Erforschung beziehungsweise Weiterentwicklung von klimafreundlichen Technologien zu

verwenden.

Das Prinzip “Aus den Augen, aus dem Sinn” ist kein Beitrag für eine saubere Umwelt, sondern verlagert, ähnlich den atomaren Endlagern, die Probleme in die Zukunft. Zudem handelt es sich um eine Technik, die kaum erforscht ist und von der bislang niemand die langfristigen Folgen

überschauen kann. Das Ziel der Verringerung von CO2 kann so nicht erreicht werden.

(Lutz Heilmann, MdB der Fraktion DIE LINKE. und Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages)