Foto einer jungen Frau mit Haarnetz, die in einer Großküche Geschirr spült (Symbolfoto als Button zur Artikelübersicht

“Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!”

DIE LINKE. Schleswig-Holstein zum Lohngefälle zwischen Frauen und Männern. In Deutschland verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer.

Nur in drei EU-Ländern ist die Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern größer als hier. Der EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla verwies darauf, dass dies wesentlich mit der geringen Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt zu tun habe.

Landessprecher Lorenz Gösta Beutin erklärt dazu: “Das Ziel heißt: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Trotz wesentlicher Fortschritte durch die Frauenbewegung herrscht in Deutschland in vielen Bereichen noch immer eine geschlechtsspezifische Diskriminierung.”

Noch immer gibt es das Bild der gesellschaftlichen Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau: Der Mann ist der Ernährer, die Frau hat für Heim, Herd und Kinder zu sorgen. Dadurch haben Frauen in der Gesellschaft geringere Karrierechancen und sind häufig gezwungen, zu Hause zu bleiben. Erschwerend kommt hinzu, dass die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder nicht ausreichend ausgebaut sind. Besonders schlimm steht es in Schleswig-Holstein um die frühkindliche Bildung und Betreuung, wie eine Studie in der letzten Woche gezeigt hat.

Beutin: “Wir müssen die gängigen Rollenklischees durchbrechen. Anstatt die Zahl der Gleichstellungsbeauftragten zusammenzustreichen, wie vielerorts in Schleswig-Holstein geschehen, muss die Gleichstellungspolitik stärker gefördert werden. Darüber hinaus fordert DIE LINKE den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem ersten Lebensjahr und den Ausbau der KiTa-Plätze in unserem Land. Da Frauen besonders von Niedriglöhnen betroffen sind, ist auch die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes ein notwendiger Schritt.”