Beabsichtigte Kita-Kürzungen durch Schwarz-Gelb: DIE LINKE unterstützt Proteste der Eltern und Erzieher/innen

DIE LINKE fordert von der Landesregierung deutlich höhere Investitionen in der Kindertagesbetreuung. Anlass sind die landesweiten Auftaktveranstaltungen und Demonstrationen des Aktionsbündnisses „Kürzt den Kindern nicht die Zukunft“ an vielen Orten in Schleswig-Holstein, wie auch in Norderstedt, als Stadt sogar dem  Bündnis beigetreten, Wahlstedt, Bad Segeberg und anderswo.

DIE LINKE. Schleswig-Holstein unterstützt und begrüßt Aktionen und den Widerstand des Bündnisses. Dessen Ziele deckten sich mit den programmatischen Forderungen der LINKEN. Der Druck aus der Mitte der Gesellschaft wird immer deutlicher. Die Landesregierung müsste aus den gerechtfertigten Forderungen Konsequenzen ziehen. Sie muss sich jetzt deutlich gegen die beabsichtigte Streichung des beitragsfreien dritten Kitajahres aussprechen. Es gibt ein gesamtgesellschaftliches Interesse gegen Abbau von Bildungsstandards, die Qualitätsstandards in den Kitas müssen deshalb nicht gesenkt, sondern erhöht werden. Das betrifft die Ausstattung genauso wie die Gruppengrößen. Und selbstverständlich betrifft es auch die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.

Bei der frühkindlichen Bildung sind wir nicht nur Schlusslicht in Europa, sondern auch in Deutschland. In anderen Bundesländern gibt es das dritte beitragsfreie Kita Jahr längst. Für einen Ganztagesplatz werden die Eltern dagegen in Schleswig-Holstein mit einem bundesweiten Höchstsatz von € 280,- monatlich zur Kasse gebeten. Gleichzeitig werden wir von den Mövenpick-Parteien, deren schwarz-gelbe Bundestagsabgeordneten alle dem Wirtschaftsbeschleunigungsgesetz zugestimmt hatten, ständig mit Sonntagsreden über Bildung überzogen. Die Schäbigkeit, Vergünstigungen für Reiche bei den Schwächsten der Gesellschaft einzusparen, ist unerträglich.

DIE LINKE fordert vom Land Schleswig Holstein:

Keine Streichung des beitragsfreien Kitajahres!
Keine weitere Verschlechterung der Kita-Standards!
Keine weiteren Kürzungen der Landesmittel!
Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen deutlich verbessern!