Streik richtig und wichtig

Seit heute Nacht streiken die Busfahrerinnen und Busfahrer im privaten Busverkehr in Schleswig-Holstein. Ausdrücklich unterstützt die Bundestagsabgeordnete der LINKEN Cornelia Möhring den Streik.

Seit heute Nacht streiken die Busfahrerinnen und Busfahrer im privaten Busverkehr in Schleswig-Holstein. Ausdrücklich unterstützt die Bundestagsabgeordnete der LINKEN Cornelia Möhring den Streik. „Wir setzen auf das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, so Cornelia Möhring. „Die Forderung der Gewerkschaft nach einer Anhebung der Löhne und Gehälter auf das Niveau der Tarifverträge im Omnibusgewerbe ist richtig, der Streik dafür notwendig.“

Cornelia Möhring fordert den Omnibus Verband Nord (OVP) auf, ein Angebot vorzulegen, das den Busfahrerinnen und Busfahrern ein ihrer Verantwortung und ihrem Arbeitseinsatz entsprechendes Einkommen sichert. „Es kann und darf nicht sein, dass Busfahrerinnen und Busfahrer aufgrund ihres niedrigen Einkommens gezwungen werden neben ihrer Vollzeittätigkeit noch einen Nebenjob anzunehmen oder Hartz IV-Leistungen zu beantragen, um ihre Familien zu ernähren. Die Arbeitgeber müssen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.“
Weiter weist Cornelia Möhring daraufhin, dass die niedrigen Löhne im Bereich des privaten Busverkehrs ein Ergebnis der verfehlten Arbeitsmarktpolitik der rot-grünen Bundesregierung sind. „Wer Hartz IV als Repressionsinstrument für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nutzt, wer Leiharbeit und befristete Beschäftigungsverhältnisse fördert und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn ablehnt, betreibt ein Politik zu Lasten der Beschäftigten und Gewerkschaften. Das Ergebnis sind ständig weiter sinkende Realeinkommen.“

Die Einschränkungen im Berufsverkehr und bei der Schülerbeförderung sind sicher für viele Menschen schwierig. Doch Cornelia Möhring bittet die Bevölkerung um Verständnis. „Nicht die Busfahrerinnen und Busfahrer haben diesen Streik verursacht, sondern der OVP mit seinen niedrigen Gehältern und seiner uneinsichtigen Haltung im Rahmen der Tarifverhandlungen.“