10.000 Schleswig-Holsteiner ohne Wohnung: Das Ergebnis von Niedriglohn und Privatisierung

DIE LINKE Schleswig-Holstein sieht die Ursachen für die neue Wohnungsnot in der Privatisierung von kommunalen Wohneigentum sowie der Deregulierung des Arbeitsmarktes

„Auf der einen Seite sind 10.000 Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ohne Wohnung, auf der anderen Seite verrotten 10.000 Wohnungen weil profitgierigen Investoren nicht in sie investieren. Diesen Widerspruch schafft nur der Kapitalismus. Das Grundrecht auf eine Wohnung darf man nicht dem Markt überlassen“, so Jens Schulz, Landessprecher der LINKEN in Schleswig-Holstein.

Die Hälfte der 600.000 Mietwohnungen in Schleswig-Holstein sind nach den Verkaufsorgien von Kommunen und vergangenen Landesregierungen in der Hand von teils internationalen Investoren. Gleichzeitig sinkt die Zahl der geförderten Sozialwohnungen, weil SPD und CDU 2007 in der Großen Koalition von Kiel beschlossen hatten die Belegbindungen drastisch zu verringern. Maximales Profitstreben auf der einen Seite und neoliberale Politik auf der anderen Seite führen nun zu einem eklatanten Marktversagen. Da zugleich 27 Prozent der Vollzeitbeschäftigten im Norden nur Niedriglöhne bekommen, können viele Menschen nicht mehr mithalten.

„Selbst ein festes Einkommen garantiert nicht mehr das Mindestmaß an sozialer Sicherheit. Das sollen die Marktideologen von SPD, Grüne, CDU und FDP den Menschen erst mal erklären!“, so Jens Schulz abschließend.

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