Falsche Arbeitsplatzzahlen in der Diskussion um Möbel Kraft

Nach wie vor argumentieren die Befürworter von Möbel Kraft mit falschen Zahlen. Möbel Kraft bringt nach seriösen Berechnungen allerhöchstens 94 Vollbeschäftigten-Stellen. Sollte diese Desinformation bewusst geschehen, wäre es ein Skandal.

„Wenn man den prognostizierten Umsatz in Kiel mit dem Umsatz und den Beschäftigtenzahlen in Bad Segeberg vergleicht, kommt man auf eine Vollzeit-Mitarbeiterzahl von 94. Dass Möbel Kraft zudem ankündigt 50 Mitarbeiter aus Segeberg nach Kiel zu verlagern und den Sconto in Schwentinetal zu schließen, dürfte die Zahl nochmal schmälern. Sollte die Kieler Verwaltung nicht ins Handelsregister oder Bundesanzeiger geguckt haben, wäre das schlampig. Sollte sie trotzdem bewusst mit falschen Zahlen agieren, wäre das ein Skandal“, so der arbeitsmarktpolitische Sprecher DIE LINKE. Schleswig-Holstein, Stefan Karstens.

Im Jahre 2012 hat die Firma Möbel Kraft in Segeberg einen Bruttoumsatz von ca. 218 Millionen erwirtschaftet. Für Kiel wird ein Bruttoumsatz von 57,6 Millionen prognostiziert. In Segeberg arbeiten 356 Vollzeitbeschäftigte, da Kiel ca. 26% des Umsatzes machen soll, kann man ungefähr von 94 Vollbeschäftigten ausgehen. Nicht berücksichtigt sind die Ankündigungen von Möbel Kraft Mitarbeiter zu verlagern (also nach Kiel pendeln zu lassen), sowie die Frage, welche Jobs woanders im Konkurrenzkampf wegfallen.

„Per Saldo bleibt für den Kieler Arbeitsmarkt kein wirklicher Entlastungseffekt. Vielmehr gefährdet Möbel Kraft mit Dumpinglöhnen bestehende Arbeitsplätze. Die Geschichte von 250 neuen Arbeitsplätzen ist ein Ammenmärchen“, so Stefan Karstens abschließend.