Landesregierung und Opposition zementieren vorsintflutliche Schulstruktur

In der kommenden Woche soll im Landtag über den Regierungsentwurf eines neuen Schulgesetzes entschieden werden. Am heutigen Donnerstag (9.1.14) wird die derzeitige Opposition im Landesparlament in einer Sitzung des Bildungsausschusses versuchen, ihre Vorstellungen in den Entwurf einzubringen.

„Sowohl Regierung als auch Opposition im Landtag scheint es lieb und teuer, ihre parteitaktischen Spielchen zu spielen, statt eine Bildungspolitik im Interesse der Lernenden und Lehrenden zu formulieren“, so Jens Schulz, Landessprecher der Partei DIE LINKE in Schleswig-Holstein.

„Noch im Landtagswahlkampf 2012 haben SPD und GRÜNE versprochen, das von der schwarz-gelben Vorgängerregierung angerichtete bildungspolitische Chaos zu beseitigen. Stattdessen legen sie jetzt noch eine Schippe drauf. Mit dem irrsinnigen Vorhaben, bei Gemeinschaftsschule und Gymnasium zwei unterschiedliche Wege zum Abitur festzuschreiben, wird jede Aufstiegsmobilität zwischen den Schulformen unterbunden. Für die derzeitige Landtagsopposition hingegen ist jeglicher auch nur angenommener Schritt in Richtung eines inklusiven Schulsystems ‘staatliche Bevormundung’“, so Landessprecher Jens Schulz fassungslos.

DIE LINKE hatte auf ihrem jüngsten Landesparteitag schulpolitische Leitlinien beschlossen, welche an dem Ziel einer Überwindung des selektiven, mehrgliedrigen Bildungssystems festhalten. Darüber hinaus fordert DIE LINKE die Abschaffung des sogenannten „Turbo-Abi“ und einen gleichwertigen Weg zum Abitur an allen heute bestehenden Schulformen.