Weiße Friedenstaube vor blauem Hintergrund. Text: Wir bleiben dabei: Vernunft. Das Einzige, was zählt. (DIE LINKE. Schleswig-Holstein)

Möchtegern-Feldherr Gauck eröffnet Kieler Woche

Gauck predigt den Segen von Bomben für Frieden und Menschenrechte. Das lehnen wir entschieden ab, zumal alle Militärinterventionen westlicher Staaten in der jüngeren Vergangenheit vollständig gescheitert sind: Der Irak sowie Libyen versinken gerade in Chaos und Bürgerkrieg, in Afghanistan droht nach dem Truppenabzug ein ähnliches Szenario . Ein Präsident, der leichtfertig über tote Soldaten redet und einer Öffentlichkeit, die Auslandseinsätze der Bundeswehr mehrheitlich ablehnt, Glückssucht vorwirft, hat seine Aufgabe klar verfehlt.

In Anbetracht der jüngsten Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck über Krieg als legitimes Mittel der Politik und seinem Wunsch nach mehr Auslandseinsätzen der Bundeswehr empfindet DIE LINKE. Schleswig-Holstein sein Auftreten bei der Eröffnung der Kieler Woche, die auch unter dem Stern friedlicher Völkerverständigung steht, als unpassend.

„Gauck predigt den Segen von Bomben für Frieden und Menschenrechte. Das lehnen wir entschieden ab, zumal alle Militärinterventionen westlicher Staaten in der jüngeren Vergangenheit vollständig gescheitert sind: Der Irak sowie Libyen versinken gerade in Chaos und Bürgerkrieg, in Afghanistan droht nach dem Truppenabzug ein ähnliches Szenario . Ein Präsident, der leichtfertig über tote Soldaten redet und einer Öffentlichkeit, die Auslandseinsätze der Bundeswehr mehrheitlich ablehnt, Glückssucht vorwirft, hat seine Aufgabe klar verfehlt. Vielleicht sollte er lieber eine Waffenmesse eröffnen anstatt die Kieler Woche“, so Landessprecher Jens Schulz.

Am Samstag (21.06.) wird Bundespräsident Joachim Gauck die Kieler Woche eröffnen. Zuletzt machte er vor allem dadurch Schlagzeilen, dass er wiederholt betonte Deutschland müsse sein militärisches Engagement in aller Welt verstärken. Dieses Werben für Krieg ist vor allem deshalb erschreckend, weil Deutschland trotz seiner Historie derzeit über 4800 Soldatinnen und Soldaten in 14 verschiedene Auslandseinsätze entsendet hat. Augenscheinlich kann es Joachim Gauck also nicht um das Grundsätzliche gehen, sondern darum, diese militaristische Politik drastisch auszuweiten.

DIE LINKE lehnt als einzige im Bundestag vertretene Partei Auslandseinsätze der Bundeswehr ab.