UKSH kündigt Rot Kreuz Schwestern: „Ein Krankenhaus ist keine Fabrik“

DIE LINKE ist fassungslos angesichts der Entscheidung des UKSH Vorstandes, die Verträge mit dem DRK zum Jahresende zu kündigen und so unter Umständen in Zeiten des Pflegekräftemangels mehrere hundert Stellen abzubauen.

„Die schwarze Null im Gesundheitssystem kann schnell zu einem Grabstein werden. Ein Krankenhaus ist keine Fabrik, Gesundheit keine Ware. Unsere Gesundheit sollte und lieb und teuer sein, stattdessen regiert ein betriebswirtschaftliches Denken, das Patienten nach Lohn-Stückkosten bewertet. Seit Jahren überlasten wir unser Pflegepersonal damit in immer engeren Zeitfenstern immer mehr Aufgaben auszuführen, bei denen es mitunter um Leben und Tod geht. Es wäre höchste Zeit mehr Pflegepersonal einzustellen“, so Landessprecher Jens Schulz.

Der UKSH-Vorstand hat erklärt, dass durch den Neubau größerer Stationen weniger Personal gebraucht würde. Dabei besteht schon jetzt auf Station Personalmangel. Personal und Patienten sind immer größeren Gesundheitsrisiken ausgeliefert. So sorgt Überarbeitung und Zeitmangel zum Beispiel dafür, dass Hygieneregeln nicht immer so penibel eingehalten werden können, wie es sein müsste. Die Folge ist die Verbreitung gefährlicher Keime in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern.