Sylt will wieder Leerstand beschlagnahmen – „Letztlich nur eine Frage des politischen Willens“

DIE LINKE. Schleswig-Holstein begrüßt das energische Handeln der scheidenden Bürgermeisterin Petra Reiber bei der Beschaffung von Wohnraum für Flüchtlingen. Sie zeigt exemplarisch, wie Politik funktionieren kann. Mit mehr Mut ließe sich auch der verknappte bezahlbare Wohnraum angehen.

„Kurzfristig sollten auch andere Gemeinden wie Neumünster überlegen, ob es passende Leerstände gibt, um die überfüllte Erstaufnahme zu entlasten. Es ist letztlich nur eine Frage des politischen Willens, wie Petra Reiber gerade eindrucksvoll zeigt“, so Landessprecher Jens Schulz.

Politischer Wille kann auch gegen die wachsende Knappheit von bezahlbaren Wohnraum helfen. Jens Schulz bleibt da bei dem Beispiel der DAK-Klinik Haus Quickborn auf Sylt:

„Die Gemeinde kann übrigens über Flächennutzungs- und Bebauungspläne auch den Bau von Sozialwohnungen vorschreiben. Wenn der süddeutsche Investor also nach der Beschlagnahmung da gerne neu bauen will, sollte er eine Sozialwohnraumquote von mehr als 75% vorgeschrieben bekommen, um der Wohnungsnot auf der Insel zu begegnen“

Hintergrund: Petra Reiber hat auf ihren letzten Amtstagen hin die Beschlagnahmung des leerstehenden DAK-Klinik Haus Quickborn angestoßen, um auf Sylt Wohnraum für Flüchtlinge zu schaffen.

Hinweis: Am 13.06.15 ab 15 Uhr wird DIE LINKE wie 2014 in Kampen auf Sylt gegen die soziale Spaltung der Gesellschaft demonstrieren, die auch in solchen tagespolitischen Szenen deutlich wird und für die Sylt exemplarisch steht.