Zu wenig Platz für Flüchtlinge in Neumünster: Leerstand zu Wohnraum

DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert als Reaktion auf die unzureichenden Zustände in der Neumünsteraner Erstaufnahme, Leerstände kurzfristig für die Unterbringung zu akquirieren.

„Wo 650 Platz haben sollen, drängen sich nun 950 Flüchtlinge. Wer Flüchtlinge stapelt, läuft Gefahr ihre Menschenwürde zu verletzen. Gleichzeitig gibt es in Neumünster Leerstände. Hier sollte man kurzfristig über verträgliche Wege der Beschlagnahmung nachdenken, diese temporär zu nutzen, um so die nötigen Kapazitäten herzustellen. Mittelfristig sollte im Land ein Programm aufgelegt werden, dass es ermöglicht seinen Leerstand für Flüchtlinge zu Verfügung zu stellen“, fordert Landessprecher Jens Schulz.

Die Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster spitzen sich zu, Flüchtlingen stehen weniger als 6 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, Klappbetten werden notdürftig aufgestellt, Freizeiträume sind nicht mehr nutzbar.

„Gerade am Dienstag haben in Kiel noch 11.000 Menschen für eine solidarische Willkommenskultur demonstriert. Die Politik sollte sich jetzt nicht auf ihren Reden ausruhen, sondern dieses Zeichen auch als Auftrag werten, beherzt zu handeln wo die Menschenwürde in Gefahr ist“, so Schulz abschließend.