Sophienhof Kiel: LINKE fordert Entschuldigung der Polizeiführung

Zu den Falschmeldungen bezüglich der Vorkommnisse im Sophienhof erklärt Landessprecherin Marianne Kolter:

„Die Kieler Polizei hat mit ihren unhaltbaren Verdächtigungen und Beschuldigungen in der aufgeheizten Stimmung zu Beginn des Jahres dazu beigetragen, Männer mit südländischem Aussehen unter Generalverdacht zu stellen und als frauenfeindlich und sexistisch zu diffamieren. Eine derartig verantwortungslose Herangehensweise ist untragbar und muss für die Verantwortlichen Konsequenzen haben. Die LINKE fordert daher erstens eine deutliche und öffentliche Entschuldigung der Polizeiführung sowie die Überprüfung, ob es seitens des Vize-Polizeidirektors Joachim Gutt eine Falschaussage gegeben hat. Ist dies der Fall, ist Joachim Gutt in einer Führungsposition der Polizei nicht mehr akzeptabel.  

Verfolgung dreier 17-jähriger Mädchen durch eine per Social Media herbeigerufene Horde Ausländer, die Polizei beleidigt und angegriffen, als sie den Mädchen helfen will, so lauteten die Nachrichten, die sich in Windeseile landesweit verbreiteten. Die Polizei gab bekannt, auf den Videos der Beschuldigten hätten sich Fotos der Belästigten gefunden. Nun stellt sich heraus, dass es auf diesen Handys keine solchen Fotos gab. Die Polizei musste zugeben, dass ihre Meldungen vorschnell und unhaltbar sind. Die angeblich herbei gerufene Horde ausländischer Männer entpuppt sich als Gruppe von Schaulustigen.“