Wachsende Armut schwächt Legitimität der Demokratie

Laut einer jüngst veröffentlichten Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam steigt die weltweite Ungleichheit rasant. Auch in Schleswig-Holstein gefährdet die wachsende Armut den gesellschaftlichen Zusammenhalt. DIE LINKE erneuert ihre Forderung nach einem jährlichen Bericht über die Armuts- und Reichtumsentwicklung in Schleswig-Holstein.
„Verfestigte Armut und damit einhergehende Perspektivlosigkeit untergraben politische Beteiligungsprozesse und führen die Demokratie zunehmend in eine Legitimationskrise. Wer ökonomisch und sozial von der Gesellschaft ausgegrenzt wird, wendet sich von ihrer Gestaltung ab und nimmt z.B. nicht mehr an Wahlen teil.”

Laut einer jüngst veröffentlichten Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam steigt die weltweite Ungleichheit rasant. Auch in Schleswig-Holstein gefährdet die wachsende Armut den gesellschaftlichen Zusammenhalt. DIE LINKE erneuert ihre Forderung nach einem jährlichen Bericht über die Armuts- und Reichtumsentwicklung in Schleswig-Holstein.

„Verfestigte Armut und damit einhergehende Perspektivlosigkeit untergraben politische Beteiligungsprozesse und führen die Demokratie zunehmend in eine Legitimationskrise. Wer ökonomisch und sozial von der Gesellschaft ausgegrenzt wird, wendet sich von ihrer Gestaltung ab und nimmt z.B. nicht mehr an Wahlen teil. Alleinerziehende, Personen mit Migrationshintergrund sowie Frauen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien sind im Norden überproportional von Armut bedroht. Umfassende Strategien zur Bekämpfung von Armut in unserem Bundesland aber sind Landesregierung sowie die derzeitige Opposition im Landtag bisher schuldig geblieben. Wir fordern als ersten Schritt einen jährlichen Bericht zur Verteilung von Reichtum und Armut in Schleswig-Holstein, um politische Handlungsfelder schnell identifizieren zu können”, so Landessprecher Lorenz Gösta Beutin.

Die Studie von Oxfam legt die weltweite Ungleichheit dramatisch offen und kreidet Deutschland die höchste Vermögensungleichheit innerhalb der Eurozone an. Das heißt, in Deutschland profitieren vor allem einige wenige vom Reichtum des Landes, während viele leer ausgehen. Die Studie finden Sie hier: https://www.oxfam.de/system/files/20160118-wirtschaftssystem-superreiche.pdf

Die aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamtes belegen zudem, dass in Schleswig-Holstein überproportional Alleinerziehende sowie Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund von Armut gefährdet sind. Zu finden sind diese Daten hier: http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/A1armutsgefaehrdungsquoten.html