14 Jahre sind genug. Die Agenda 2010 hat keine Fehler, sie ist der Fehler! Für gute Löhne, gute Arbeit & eine sanktionsfreie Mindestsicherung. #sogehtlinks (DIE LINKE. Schleswig-Holstein)

Agenda 2010: Der Wirtschaft geht es gut, die Menschen leiden

Jeder vierte Vollzeitbeschäftigte in Schleswig-Holstein arbeitet zum Niedriglohn, mehr als 40 Prozent sind atypisch beschäftigt durch Leiharbeit, Befristung und in Minijobs. Das bedeutet langfristig Renten, von denen sie nicht leben können. Hinzu kommt das Kernstück der Agenda 2010, die in dieser Woche zehn Jahre alt wurde: Hartz IV mit Sanktionen, die Menschen zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben lassen.

Lorenz Gösta Beutin, Landessprecher der Linken Schleswig-Holstein: „Gerade in Schleswig-Holstein hat die unter Gerhard Schröder und mit voller Zustimmung von Martin Schulz beschlossene Armut per Gesetz fatale Auswirkungen. Im Agrarbereich und in der Gastronomie reicht der Lohn der saisonal Beschäftigten oft nicht aus, den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Es nutzt nichts, wenn es „der Wirtschaft“ gutgeht, der einzelne Mensch aber konkret nichts davon hat. Die Linke fordert die Abschaffung von Hartz IV, die Einführung einer sanktionsfreien Mindestsicherung sowie ein Verbot von Leiharbeit und grundlosen Befristungen. Der Mindestlohn muss auf existenzsichernde Höhe angehoben werden, damit er auch eine auskömmliche Rente garantiert. Hier muss das Land Schleswig-Holstein im Bund Druck machen – die Linke wird sich dafür einsetzen, wenn sie im Mai in den Landtag gewählt wird.“