Foto einer jungen Frau mit Haarnetz, die in einer Großküche Geschirr spült. Aufschrift: Feste Zeiten, gute Kohle, Sicherheit. Echte Arbeitsplätze statt Lohndumping und Leiharbeit: sogehtlinks.de (Plakat von DIE LINKE. Schleswig-Holstein zur Landtagswahl 2017)

Digitale Arbeitswelt macht Sechsstundentag möglich

Mit der Forderung „10 Stunden sind nicht genug“ greift der Unternehmensverband Nordmetall gesetzliche Arbeitszeitregelungen an. Dessen Präsident begründet dies mit der Digitalisierung der Arbeitswelt.

Dazu erklärt Marianne Kolter, Spitzenkandidatin der Linken zur Landtagswahl: „Selbstverständlich verändert die Digitalisierung die Erwerbsarbeit. Das bietet auch Chancen. Grundsatz muss sein, dass nicht alles unter dem Gesichtspunkt der Effizienz- und Profitsteigerung für Unternehmen genutzt wird. Nicht Verlängerung, sondern Verkürzung der Arbeitszeit ist die richtige Antwort auf die Herausforderung. Super wäre, wenn wir 2018 nicht den hundertsten Geburtstag des 8-Stunden-Tags feiern würden, sondern die Einführung des 6-Stunden-Tags bei vollem Lohnausgleich.“

Dabei ist für die Linke eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit zum Beispiel über Konten zur Lebensarbeitszeit, Monats- oder Wochenarbeitszeit denkbar.

Marianne Kolter: „Auch wenn der Nordmetall-Präsident beteuert, nicht die Höchstgrenze der Wochenarbeitszeit angreifen zu wollen, sage ich: Wir schon! Wir fordern als ersten Schritt zur 30-Stunden-Woche die Absenkung der gesetzlichen Höchstgrenze von derzeit 48 auf 40 Stunden.“