Für faire Milchpreise und regionale Kreisläufe statt Dumpingpreise auf dem Weltmarkt (DIE LINKE Schleswig-Holstein)

Gespräch mit dem “Bund deutscher Milchviehhalter”

Heute haben sich unsere Landessprecherin und Spitzenkandidatin Marianne Kolter und unser Landessprecher Lorenz Gösta Beutin mit Vertretern des "Bundes Deutscher Milchviehhalter" (BDM) getroffen. Anlass war ein Austausch vor den bevorstehenden Landtagwahlen.

Im Gespräch wurden zahlreiche thematische Schnittstellen deutlich. Beutin und Kolter betonten, ungehemmter Wettbewerb führe zu sinkenden Milchpreisen, weil gerade die großen Einzelhandelsketten ihre Marktmacht ausspielen würden. Deshalb müsse es auch nach dem Wegfall der Milchquote Regulierungen geben, die vor allem die Erzeuger schützten. Die Förderung regionaler Kreisläufe von Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Milchprodukten seien nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll, sondern würden auch die regionalen Erzeuger schützen. Zudem führe die ungebremste Milchproduktion für den Weltmarkt dazu, dass die Märkte beispielsweise in afrikanischen Staaten zerstört würden. So berichtete das BDM-Landesvorstandsmitglied Christoph Lutze von seiner Reise nach Burkina Faso mit dem Hilfswerk “Misereor”: Durch den Export billigen Milchpulvers aus der EU würde die lokale Produktion zurückgedrängt, Menschen würden arbeitslos. Eine der Ursachen, warum aus den betroffenen Staaten Menschen in die Länder der EU fliehen. Am Ende des Gesprächs wurde deutlich: Ohne verbindliche Spielregeln, ohne Stärkung der Milcherzeuger und ohne die Einbeziehung sozial-ökologischer Aspekte wird es in Zukunft nicht gehen.