Marianne Kolter beim Streik der McDonalds-Beschäftigten in Kiel, 31.03.2017 (DIE LINKE. Schleswig-Holstein)

Gute Arbeit, gute Löhne auch in der Systemgastronomie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die LINKE Schleswig-Holstein drückt Euch ihre Solidarität mit Eurem Streik aus und wünscht Euren Aktionen vollen Erfolg. Wir freuen uns besonders über dieses historische Ereignis, denn erstmalig in der Systemgastronomie in Schleswig-Holstein wird zunächst ein Betrieb von McDonalds zum Warnstreik aufgerufen.

Die Systemgastronomie zeichnet sich durch niedrige Löhne, befristete Verträge und schlechte Arbeitszeiten aus. Die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn ist vollkommen berechtigt und ein notwendiger erster Schritt für die Beschäftigten aus dem Niedriglohnsektor. Das seitens der Arbeitgeber vorliegende Angebot von drei Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn für die unterste Lohngruppe ist ein Schlag ins Gesicht für die Beschäftigten.

Auch Auszubildende brauchen eine angemessene Bezahlung, damit sie von ihrem Lohn leben können. Wir unterstützen daher Eure Forderung nach einer Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 200 Euro.

Euer Kampf ist auch ein Kampf für gute Löhne und gute Arbeit in Schleswig-Holstein. Unser Bundesland befindet sich im Niedriglohnkeller der Republik. Selbst jeder vierte Vollzeitbeschäftigte kann von seinem Lohn nicht leben. Deshalb ist diese Auseinandersetzung so wichtig, ist Eure Solidarität so wertvoll, steht sie für den Kampf ums Ganze: Auch in der Systemgastronomie haben die Beschäftigten ein Recht auf gutes Geld für gute Arbeit.

Wir wünschen Euren Tarifverhandlungen einen guten Erfolg.

Mit solidarischen Grüßen für die LINKE Schleswig-Holstein

Marianne Kolter, Lorenz Gösta Beutin
Landessprecher der LINKEN Schleswig-Holstein