Anspruch: "Wir wollen bezahlbare Wohnungen für alle Menschen in Schleswig-Holstein" (Auszug SPD-Wahlprogramm). Wirklichkeit: Die Landesregierung hat beim Wohnungsbau versagt. Besser: 50.000 neue Wohnungen statt Rausschmiss und Verdrängung. #sogehtlinks [Grafik von DIE LINKE. Schleswig-Holstein]

Mehr Wohnungsbau in öffentliche Hand!

Laut internem Bericht der Landesregierung werden in Schleswig-Holstein jährlich 10.000 Wohnungen gebaut – notwendig wären 16.000. Und bis 2019 müssten sogar rund 75.000 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken.

„Diese Zahlen sind ein Eingeständnis des Versagens der Wohnraumpolitik der letzten Jahre“, sagt Marianne Kolter, Landessprecherin der Linken und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl. „Sie stellen jedoch nur die halbe Wahrheit dar. Es fehlen nicht nur ganz allgemein Wohnungen, es fehlen vielmehr vor allem bezahlbare Wohnungen für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen. Insbesondere in den Ballungsgebieten steigen die Mieten seit Jahren, im Speckgürtel um Hamburg um bis zu 20 Prozent. Hier kann nur die Wiederaufnahme des Wohnungsbaus in öffentlicher Hand Abhilfe schaffen.

Die Landesregierung muss Wohnbaugesellschaften in kommunaler oder genossenschaftlicher Hand fördern, so dass in der nächsten Legislaturperiode mindestens 50.000 neue Wohnungen mit dauerhafter Sozialbindung gebaut werden können.“