2015 ist die Armut in Schleswig-Holstein um 5,8 Prozent gestiegen. Am stärksten betroffen von steigender Armut sind Alleinerziehende und ihre Kinder sowie Rentner. Menschen mit niedrigem Einkommen haben eine um acht bis zehn Jahre niedrigere Lebenserwartung. Zeit zum Handeln! #sogehtlinks (DIE LINKE. Schleswig-Holstein)

Steigende Armut auch in Schleswig-Holstein. Der Armutsbericht ist ein Armutszeugnis für die Landesregierung

Der Armutsbericht mehrerer Wohlfahrtsverbände stellt auch dem Land Schleswig-Holstein ein verheerendes Zeugnis aus: Schleswig-Holstein gehört zu den Bundesländern, in denen die Armut am stärksten gestiegen ist, von 2014 auf 2015 um 5,8 Prozent. In den letzten zehn Jahren ist die Armut in Schleswig-Holstein um fast zehn Prozent gestiegen", so Uli Schippels, Spitzenkandidat der LINKEN zur Landtagswahl.

Uli Schippels weiter: “Am stärksten betroffen von der steigenden Armut sind Alleinerziehende und deren Kinder, Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau sowie Rentnerinnen und Rentner. Zum Kampf gegen Armut gehört auch das Vorgehen gegen Niedriglöhne. Dass Ärmere eine um acht bis zehn Jahre niedrigere Lebenserwartung haben als Reiche und dass diese Kluft sich noch verbreitert, macht auf dramatische Weise deutlich: Sonntagsreden helfen längst nicht mehr, es ist entschiedenes Handeln gegen soziale Ungerechtigkeit und Armut angesagt, im Land wie im Bund:

Wir brauchen auf Landesebene ein Aktionsprogramm gegen Kinderarmut, das die Kostenfreiheit der KiTas, kostenfreies Schulessen, kostenfreie Schülerbeförderung und Unterstützung für Alleinerziehende beinhaltet. Auf Bundesebene brauchen wir eine sanktionsfreie Mindestsicherung und eine Mindestrente sowie einen armutsfesten Mindestlohn von 12 Euro. Die Einführung einer Bürgerversicherung ist zudem ein wichtiger Schritt weg von der Zwei-Klassen-Medizin.”

Den ganzen Bericht können Sie hier herunterladen: Armutsbericht 2017