Yes! We care! LAG Frauen goes G20. Grenzenlos feministisch

Yes! We care! LAG Frauen goes G20.
Grenzenlos feministisch
Am 7. und 8. Juli 2017 besetzen die Staats- und Regierungschafs der 20 reichsten herschenden Staaten der Welt die Hamburger Innenstadt. Sie sagen, dass sie über die Zukunft reden wollen. Wir sagen, sie sind gekommen, um über die Rettung des Kapitalismus und ihren Machterhalt zu reden.
Sie reden auch über Frauen…
Diesmal geht es auch um Frauen. Bereits auf dem G20-Gipfel 2014 im australischen Brisbane diskutierten sie die Frage, wie mehr Frauen für den Arbeitsmarkt gewonnen werden könnten. Das konkrete Ziel lautete, bis 2015 die Erwerbsbeteiligung von Frauen um 25 Prozent zu steigern. Nun, im Jahr 2017 wollen sie es konkretisieren.
Gendermanagement ist angesagt:
Kennzahlen sollen festgelegt werden, um das Anwachsen weiblicher Arbeitskräfte messen zu können.
Am Tisch saßen Frauen, die wohl kaum vom Leben reden können, wie viele von uns es kennen: eingepresst in das Hartz-Regime, Armut im Alter, 3 Minijobs gleichzeitig, Angst vor Verlust des Jobs, alleinerziehend und immer am Limit.
 Unsere Doppelbelastung heißt Kapitalismus und Patriarchat!
Uns wird die Produktion von Liebe, Fürsorge, Kindern und Gesundheit seit Generationen zugeschoben. Nicht selten ist der Preis hoch: Abängigkeit, Langeweile, Armut.
Privat schon immer Alltag, spiegelt sich die Bewertung der Arbeiten von Frauen auch in der Erwerbswelt:
Wer in sozialen Berufen den Zusammenhalt der Gesellschaft garantiert, wird dafür mit schlechten Löhnen, unbezahlten Überstunden, Armut im Alter belohnt.
Das Risiko, dem Frauen im Kapitalismus ausgesetzt sind, das Risiko Altersarmut ist die Folge von Care-Arbeit im Kapitalismus, unterbezahlt oder gar nicht bezahlt und schon gar nicht wertgeschätzt.
Wir reden für uns selber! Und wir erobern unsere Lebensräume! Jetzt!
Wir wollen nicht weniger als eine neue Verteilung der Lebenszeit. Das Leben soll denen gehören, die
es leben! Wir wollen eine Verteilung, die es allen möglich macht, Lohnarbeit zu leisten, sich selbst weiterzuentwickeln, mit FreundInnen, Familie oder den NachhbarInnen die Zeit zu verbringen und sich dann auch noch in die Politik einzumischen.
Dafür braucht es eine radikale Umverteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Die ungenutzten Stärken von Frauen als Krisenexpertinnen könnnen so ganz anders zum Tragen kommen und glänzen, wie in Bereichen der Städteplanung oder der Finanzwirtschaft. Und es ließe sich der Wunsch vieler Männer erfüllen, mehr Zeit für ihre Familien sowie gesellschaftliche und soziale Beziehungen zu haben.
Aufstehen für Lebens(t)räume
Beim G20 wird es einmal mehr Räume geben, die für uns unzugänglich gemacht werden sollen.
Sie schaffen demokratiefreie Zonen. Wir widersetzen uns. Wir werden nicht zulassen, dass eine kleine Schar von lebensfremden Statisten über unsere Geschicke bestimmt. Wir werden uns keinen Fußbreit Raum nehmen lassen.
Mit vielen anderen werden wir als Feministische Intervention am 7. Juli die Besetzung von Stadtvierteln beenden und uns Platz verschaffen.
Behaltet eure Kennzahlen!
Yes! We care!
Kontakt: LAG Frauen schleswig – holstein