Die Linke Lübeck: So geht Links!

Bürgerschaftsfraktion
DIE LINKE. Lübeck 
 
Studi-Ticket: LINKE loben Landesregierung
DIE LINKE. Lübeck lobt den Vorstoß der Landesregierung zur Einführung eines Studententickets, das über die Landesgrenze hinaus auch in Hamburg nutzbar ist. Damit würden nach Ansicht der Linken die Nachteile gerade lübschen Studierenden, die nach Hamburg pendeln, ausgeglichen.
“Der Beschluss der Landesregierung zeigt, dass bei entsprechendem politischen Willen Bewegung in das Thema ÖPNV kommt. Viele Lübecker Studis sind auf einen Zugang zum HVV angewiesen, um das tägliche Pendeln kostengünstig realisierbar zu machen. Fraglich bleibt jedoch, warum man diese Problematik nicht auch bei den berufstätigen Pendler*innen angeht”, sagt Sebastian Kai Ising, wirtschaftspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion der Linken.
DIE LINKE begrüße besonders, dass die im Nah-SH-Verbund organisierten Verkehrsunternehmen sich dazu durchringen konnten, diesen Anschluß an den HVV voranzutreiben. “Auf Lübecker Ebene wird der Anschluß an den Schienen-HVV leider weiterhin politisch blockiert”, so Ising. DIE LINKE hatte gemeinsam mit der SPD einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, der in den Bauausschuss überwiesen wurde, dort erst mit zeitlicher Verzögerung angenommen wurde und nun zurück in die Bürgerschaft muss.
“Wir könnten ohne diese ständigen Verschiebungen beim Thema HVV Anschluß schon weiter sein. Leidtragende sind dabei alle Arbeitnehmer*innen, die auf das Pendeln angewiesen sind und in der momentanen Praxis entweder tief ins Portemonnaie greifen müssen oder mit dem Auto nach Reinfeld, um von dort aus den HVV Tarif zu nutzen. Eine Praxis, die weder wirtschaftlich, noch ökologisch Sinn ergibt. Unser Ziel bleibt ein soziales Job-Ticket, welches analog zum Studententicket die Alltagsprobleme der Pendler*innen löst”, so Ragnar Lüttke, Bürgerschaftsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Linken.
Der gemeinsame Vorstoß der beteiligten Verkehrsunternehmen und der Landesregierung zeige, dass es möglich sei Veränderungen zugunsten der Pendler*innen in Angriff zu nehmen, wenn ein klarer politischer Wille erkennbar sei.
“Dabei wäre jedoch wichtig, dass Bundes- und Landesparteien mit einer Stimme sprechen und nicht wie bei SPD und Grünen nach dem Motto Hü und Hott verfahren. Die Verkehrsunternehmen brauchen klare, selbstbewusste Ansagen der Politik und keinen ängstlichen Kotau vor wirtschaftliche Interessen. Angesichts der Absicht der Lübecker SPD und Grünen sich der FDP anzubiedern, bleibt jedoch fraglich, ob dieser Wille besteht”, so Ragnar Lüttke.