Jahrestag der Pille am 1. Juni: LINKE fordert Rechtsanspruch auf kostenlose Verhütung

Jahrestag der Pille am 1. Juni: LINKE fordert Rechtsanspruch auf kostenlose Verhütung

Berlin, 31. Mai 2018

„Auch 57 Jahre nach Einführung der Pille in Deutschland gibt es immer noch keinen sicheren Schutz vor ungewollten Schwangerschaften. Das muss ein Ende haben. Wir benötigen endlich einen Rechtsanspruch auf kostenlose Verhütungsmittel“, sagt Cornelia Möhring anlässlich des Jahrestages des am meisten eingesetzten Verhütungsmittels. Die schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE mahnt an, endlich Verhütungsgerechtigkeit herzustellen und kündigt einen entsprechenden Antrag ihrer Fraktion an.

„Für viele Frauen ist die Pille zu teuer. Sie bleiben auf den Kosten sitzen, denn im Hartz-IV-Regelsatz sind nur 15,40 Euro für die Gesundheitspflege vorgesehen – worunter auch Verhütungsmitteln fallen. Verhütung ist jedoch ein Menschenrecht, das nicht vom Einkommen abhängig sein darf. Wir brauchen endlich eine bundeseinheitliche Regelung, um allen Frauen ihre Rechte zu garantieren. Die Krankenkassen müssen die Kosten für alle Frauen übernehmen, nicht nur für jene bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres.“

Die Pille kam am 1. Juni 1961 auf den westdeutschen Markt, in der DDR ab 1965. Dort war sie ab 1972 kostenlos erhältlich. Bis zu 22 Euro kostet die Pille heute im Monat. Die Spirale ist zwar auf lange Sicht günstiger, verursacht aber einmalig Kosten bis zu 500 Euro. DIE LINKE fordert, dass jede Frau und jedes Paar selbst entscheiden kann, unabhängig vom Einkommen, wie verhütet wird.