Schleswigs-Holsteins Frauenhäuser benötigen endlich verlässliche Finanzierung

MdB Cornelia Möhring zur Notlage von schutzsuchenden Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt

Schleswigs-Holsteins Frauenhäuser benötigen endlich verlässliche Finanzierung

Berlin, 6. Juli 2018

Seit Jahren sind die Frauenhäuser im Norden überbelegt. Regelmäßig machen sie auch darauf aufmerksam. Als Notaufnahme-Einrichtungen haben sie zudem einen besonderen Investitionsbedarf.

Dass im Kieler Landtag nun ein Investitions-Sofortprogramm verabschiedet wurde, ist gut und richtig – reicht aber bei weitem nicht aus. Es müssen endlich Gelder für Erweiterungs-Investitionen zur Verfügung gestellt werden, denn es werden mehr Plätze benötigt, um den Bedarf zu decken. Es darf nicht weiter weggeschaut werden, denn der Platzmangel ist eklatant. Alle Maßnahmen, die in der Vergangenheit ergriffen wurden, sind erwiesenermaßen unzureichend gewesen. Die Landesregierung ist in der Pflicht, endlich vernünftig und nachhaltig Abhilfe zu schaffen.

Ich unterstütze daher das Frauenbündnis Kiel, das 26 weitere Plätze allein in der Landeshauptstadt fordert. Ebenso müssen die anderen Standorte besser ausgestattet werden – und zwar umgehend. Daher ist die Idee eines Notfall-Planes für Lübeck richtig, der die umgehende Bereitstellung von Schutzwohnungen beinhaltet. Alle Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, müssen nachhaltig sein und zusammen mit den Frauenhäuser besprochen werden.

Ich fordere den Ministerrpräsidenten auf, das Thema zur Chefsache zu machen und die Notlage der Frauenhäuser zu beenden. Dahinter stehen reale Schicksale.