Foto einer jungen Frau mit Haarnetz, die in einer Großküche Geschirr spült. Aufschrift: Feste Zeiten, gute Kohle, Sicherheit. Echte Arbeitsplätze statt Lohndumping und Leiharbeit: sogehtlinks.de (Plakat von DIE LINKE. Schleswig-Holstein zur Landtagswahl 2017)

Solidarität mit den streikenden…

SOLIDARITÄT MIT DEN STREIKENDEN METALLER*INNEN! 28 BIS 30 STUNDEN SIND GENUG!

 

Foto: IG Metall

 

 

 

 

 

 

 

An die IG Metall Elmshorn

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

viel Mut und Durchhaltevermögen wünsche ich Euch! In Eurem Tarifkampf stehe ich solidarisch an Eurer Seite. Die Idee der Arbeitgeber Euch mit zwei Prozent Lohnerhöhung und einer Einmalzahlung von 200 Euro abspeisen zu wollen, ist angesichts der brummenden Konjunktur in der Metall- und Elektrobranche völlig indiskutabel und verdient nicht die Bezeichnung „Angebot“. Die Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn ist mehr als berechtigt. Eine echte Erhöhung der Einkommen ist überfällig.

Ich begrüße sehr, dass Ihr auch das heiße Eisen Arbeitszeit anpackt und mehr Arbeitszeit-Souveränität fordert. Flexibilität muss sich nach den Bedürfnissen der Beschäftigten, nach Euren Bedürfnissen richten. Auch in künftigen Tarifkämpfen anderer Branchen wird die Frage der modernen Arbeitszeitgestaltung eine zunehmende Rolle spielen – super, dass Ihr hier voranprescht.

Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen unter ausufernden Arbeitszeiten leiden, die sie krank machen, und andere unter Teilzeitstellen, von denen sie nicht leben können. Deshalb schlagen wir, DIE LINKE, eine neue Normalarbeitszeit um 30 Stunden die Woche vor – mit selbstbestimmbaren Arbeitszeiten von 28 bis 30 Stunden. Und die gesetzliche Höchstgrenze der wöchentlichen Arbeitszeit muss endlich von 48 auf 40 Stunden gesenkt werden.

Wir wünschen Euch einen großen Erfolg in Eurem Kampf um gerechteren Lohn und Arbeitszeit-Souveränität – denn das geht alle an!

Mit solidarischen Grüßen

Cornelia Möhring