Special Olympics vom 14. bis 18. Mai 2018 in Kiel

Special Olympics vom 14. bis 18. Mai 2018 in Kiel

Das Motto der Special Olympics: Gemeinsam Stark!

Das Motto der Athletinnen und Athleten:
„Ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben!”

Allgemeine Informationen zu den Special Olympics

Die Special Olympics sind die weltweit größte anerkannte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. 1968 wurden sie von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester des US-Präsidenten, ins Leben gerufen. Die Special Olympics wurden vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannt; Special Olympics Deutschland ist die deutsche Organisation. Weltweit sind 5 Millionen Athletinnen und Athleten in 170 Ländern vertreten.
Die Nationalen Spiele sind der sportliche Höhepunkt für Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung. Die Qualifizierung erfolgt über landesweite Anerkennungswettbewerbe in den jeweiligen Sportarten.

Vom 14. bis zum 18. Mai 2018 fanden die Special Olympics in Kiel statt. Insgesamt 4.600 Athletinnen und Athleten traten in 19 Sportarten an.

 

Die LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik Schleswig-Holstein war bei einer der 19 Sportarten vor Ort. Beim Langstrecken-Schwimmen im Freibad Katzheide in Kiel. Im Vorfeld wurde ein Grußwort der Landesarbeitsgemeinschaft an Special Olympics Deutschland entsendet.

 

Das Langstrecken-Schwimmen im Freibad Katzheide in Kiel

Beim Langstrecken-Schwimmen werden Distanzen von 500m, 1000m und 1500m zurück gelegt. Aufgrund der Jahreszeit und der kühlen Temperaturen im Gewässer wie Ostsee, Fluss oder See wurde dieser Sport im beheizten Becken des Freibades verlegt.

Am Dienstag, den 15.05.2018 absolvierten die Athletinnen und Athleten die Qualifikationen in den drei Distanzen.

Die Athletinnen und Athleten zeigten ihren Helferinnen und Helfern ihre Freude über die Hilfe, die sie bekamen:

Einige fanden die Haarfarbe schön.

Andere brauchten eine Umarmung nach dem Schwimmen.

Einige Athleten gingen Hand in Hand mit ihrem Helfer.

Andere bedankten sich für die Erklärungen im Vorfeld.

Andere gaben Bescheid, dass sie nicht reden möchten.

Am Mittwoch, den 16.05.2018 und Donnerstag, den 17.05.2018 wurden die finalen Wettbewerbe im Langstrecken-Schwimmen durchgeführt. Im letzten Wettkampf, am Donnerstag gab es sogar ein Unified-Wettkampf über 1500m. Hier schwimmt ein/e Athlet/in mit geistiger Behinderung mit einem gesunden Partner. Im Anschluss gab es zu jedem Wettbewerb eine Sieger-Ehrung.

Für die Siegerehrung wurde eine Tribüne aufgebaut. Neben den Bronze-, Silber und Goldmedaillen gab es für jede Athletin und jeden Athleten eine Teilnehmer-Schleife. Bei den Special Olympics wird jede Athletin und jeder Athlet für ihre / seine Leistung ausgezeichnet. Das unterscheidet die Special Olympics von den Paralympics – hier werden lediglich Bronze, Silber und Gold verliehen. Zur Siegerehrung wird für den Goldmedaillen-Gewinner das Sieger-Lied gespielt.

Sieger-Lied

„Ich kann alles schaffen.

Egal ob ich Erster, Zweiter oder Letzter bin.

Ich gewinne, ich gewinne,

egal ob ich Erster, Zweiter oder Letzter bin.“

 

Neben dem Organisations-Team, den Kampfrichtern und dem Rettungsteam waren viele Helferinnen und Helfer vor Ort. Alle verrichteten ihre Aufgaben ehrenamtlich.

Die Helferinnen und Helfer bauten für ihren eingeteilten Bereich ihre Tische und Bänke selbst auf. Es gab eine Information am Eingang des Freibades mit Getränkeausgabe, eine Musikanlage, eine Ausgabestelle für Badekappen inklusive Ablaufplan, eine Getränkeausgabe für die Athletinnen und Athleten und ein Ort zum Ausruhen direkt nach dem Schwimmen. Insgesamt 8 Helferinnen und Helfer begleiteten jeweils einen Athleten von der Ausgabestelle der Badekappe bis hin zu der entsprechenden Startposition. Dort wurden in einem Korb die persönlichen Sachen (Handtuch, Akkreditierung, Badelatschen) verwahrt. Die Helferinnen und Helfer durften ihren Athleten durch Klatschen motivieren, weiter zu schwimmen. Ebenso hatten sie vor dem Start ihren „Schützling“ ermutigt, stark zu sein und nach dem Schwimmen den Athleten / die Athletin gelobt, für die gute Leistung.

Weiterführende Informationen zu den Special Olympics und Erklärungen

Gemeinsam stark beim Unified Sports®

Sport verbindet. Bei den nationalen Spielen können Menschen mit und ohne geistige Behinderungen zusammen trainieren und gemeinsam in einem Team an Wettbewerben teilnehmen. Hierdurch werden die sportlichen Begabungen der Athletinnen und Athleten entwickelt und auf das Training im öffentlichen Sportverein vorbereitet.

Wettbewerbsfreies Angebot

Während der nationalen Spiele gibt es wettbewerbsfreies Angebot und stellt einen festen Bestandteil von Special Olympics dar und wird während des gesamten Veranstaltungszeit angeboten. Das Ziel des Angebot ist es, Freude an Bewegung zu wecken. Die Teilnahme ist für jeden möglich. Durch Erfolgserlebnisse bei den vielfältigen Stationen soll Motivation für weitere Bewegung entstehen.

Tandem-Projekt

Beim Tandem-Projekt erledigen jeweils ein Helfer / eine Helferin mit geistiger Behinderung und ein Helfer / eine Helferin ohne Behinderung zusammen eine gemeinsame Aufgabe.

Olympic Town

Die Olympic Town ist eine Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderung. Sie fand in Kiel auf der Reventlouwiese an der Kiellinie statt. Dort konnten alle Teilnehmende, Besucherinnen und Besucher sich außerhalb der sportlichen Wettbewerbe an Workshops, Mitmach-Aktionen teilnehmen. Ein buntes Bühnenprogramm gab es zu sehen. Hier wurde ein interaktiver Begegnungs- und Bewegungsraum geschaffen.

Inklusive Redaktion

Während der Spiele in Kiel waren Journalisten und Interessierte mit und ohne geistige Behinderung aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen gekommen und hatten über die Veranstaltung berichtet.

Gesundheitsprogramm – Gesunde Athleten

Die Athletinnen und Athleten können das Angebot bei nationalen und internationalen Special Olympics in Anspruch nehmen. Hier werden spezifische Beratungen und Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Das Gesundheitsprogramm hilft den Athletinnen und Athleten ihren gesundheitlichen Zustand einzuschätzen und die Risiken besser zu erkennen.