Antifa und DIE LINKE

Die Antifa als Ausdruck von Zivilcourage

Liest man sich in den vergangenen Wochen und Monaten Veröffentlichungen aus dem rechten Spektrum durch, so möchte einem hier gerne vermittelt werden, die Antifa wäre eine terroristische Vereinigung die es mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen gilt. Die Rufe werden laut, dass der Verfassungsschutz im staatlichen Auftrag diese bekämpfen solle. Warum sind Linke aber der Meinung, dass dies der absolute Unsinn wäre? Vielleicht muss man zur Beantwortung der Frage erst einmal klären, wer oder was „die Antifa“ eigentlich ist – oder vielmehr wer oder was sie nicht ist.

In aller erster Linie ist die Antifa eine Bewegung, die sich gegen Faschismus richtet. Es handelt sich hier also nicht um einen Verein, eine Firma oder eine anderweitig organisierte Struktur. Die Forderung nach dem Verbot der Antifa ist also schon alleine deshalb Unsinn, da sich die innere Einstellung der Menschen innerhalb der Antifa eben nicht vorschreiben und im Zweifel eben auch nicht belegen lässt. Dazu kommt, dass eine antifaschistische Grundeinstellung ja auch nicht strafbar ist. Wegen welcher Gesetzesverstöße soll man Antifaschisten also belangen?

Warum ist die Antifa wichtig?

Der Rechtsruck – nicht nur in Europa zeigt es deutlich: Der Faschismus mit all seinen charakterschwachen Mitläufern schickt sich wieder an gesellschaftsfähig zu werden. Man setzt hierbei auf gezielte Provokation und nach und nach Abstumpfung. Wenn man dann in den Äußerungen doch mal zu weit gegangen ist, wird entweder die Faktenlage verdreht oder aber man ist halt „mit der Maus ausgerutscht“. Aufgabe der Antifa ist es, immer wieder auf diese Fehltritte von rechts aufmerksam zu machen und den Druck in der Art zu erhöhen, dass derartige Taten und Äußerungen geächtet bleiben. Menschen, die sich zur Antifa zählen sind aber grundsätzlich keine Menschen, denen unsere Gesetze egal sind – das möchte man nur allzu gerne vermitteln – das hilft für die Zukunft weiter faschistisches Gedankengut zu verbreiten.

Wie steht DIE LINKE zur Antifa?

Den Faschismus zu bekämpfen gehört seit je her zum Kern linker Politik. Diese Einstellung findet sich sozusagen in unserer politischen DNA verankert. Früher sowie heute werden wir diesen Tendenzen entgegenstehen und auf die Gefahren, die mit dem Faschismus verbunden sind aufmerksam machen. Die Mittel, die von einzelnen Antifaschist*innen genutzt werden, sind nicht immer gutzuheißen  – im Speziellen ist allerdings oftmals nicht unbedingt nachvollziehbar, wie es zum Einsatz dieser kam.

 

 

 

 

 

 

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Unser Engagement zum Thema bezieht sich auf:
• Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen
• Politische Bildungsveranstaltungen, Workshops, Vorträge
• Antirassistische und antifaschistische Kundgebungen und Demonstrationen
• Gegenveranstaltungen gegen rechte Infostände, Veranstaltungen, Aufmärsche
• Die Debatte –in der Kommune –in der Partei –im Bündnis
• Soliaufrufe, Solikonzerteetc.
• Plakate aufhängen, Flyer verteilen, zu Protest aufrufen
Wir sind der Überzeugung, dass durch diese Maßnahmen oftmals erst vor Augen geführt wird, welches falsche Spiel der Faschismus inzwischen wieder treibt.

Mehr zum Thema:

https://www.linke-sh.de/partei/arbeitsgemeinschaften/lag-antifaschismus/

 

Portrait Hanno Knierim

Autor: Hanno Knierim
Fraktionsvorsitzender 
h.knierim@die-linke-kaltenkirchen.de
DIE LINKE. Fraktion Kaltenkirchen