Bewusstsein für Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit stärken – Anlässlich des Internationalen Gedenktages von Menschen mit Behinderungen

In vielen Lebensbereichen werden Menschen mit Behinderungen benachteiligt.

Bei der medizinischen und therapeutischen Versorgung zum Beispiel fehlt es oftmals an einem barrierefreien und rollstuhlgerechtem Eingang und bedarfsgerechten Ausstattung bei Arztpraxen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Leider müssen wir feststellen, dass der öffentliche Personenverkehr nicht barriefrei ist und so viele Menschen in ihrer Mobilität weiterhin stark eingeschränkt werden. So gibt es noch immer viel Bahnhöfe und Bushaltestellen ohne Orientierung für sehbehinderte Menschen.”, so Landessprecherin Marianne Kolter.

Der Zugang zu Informationen bleibt Menschen mit Behinderung manchmal verwehrt, da bei Übertragungen von Sitzungen (Beispiel Bundestag) im Fernsehen oder Internet die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache nur halbtags stattfindet oder gar nicht vorhanden ist, Untertitel werden nicht angeboten. Eine Übersetzung in Leichte Sprache findet nicht statt.

Auch im kulturellen Leben, wie in Kinos, Cafés, Restaurants oder Konzerten finden sich ähnliche Schwierigkeiten, so dass Menschen mit Behinderung selten teilhaben können.

“Für uns ist wichtig, dass wir nicht über sondern mit den Menschen mit Behinderungen reden und sie in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen”, ergänzt Sonja Thielsen vom Sprecher*innenrat der LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik in DIE LINKE. Schleswig-Holstein.

Das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung sollte in der Öffentlichkeit gestärkt werden und Inklusion gelebt werden.