Einladung zur Sitzung KPvu

Einladung

zur Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft

„Kommunistische Politik von unten“ (KPvu)

Am Sonntag, 17. März 2019, 10 bis 14 Uhr,

im Büro der Partei DIE LINKE, in Kiel,

Exerzierplatz 34, 24103 Kiel

 

„Der Weg in den 1. Weltkrieg und die Politik der Sozialdemokratie“

 

Referent: Ulli Jäckel, Hamburg

 

Vor über 100 Jahren ging der 1. Weltkrieg zu Ende. Der „Griff nach der Weltmacht“ scheiterte auf Kosten von Millionen Toten weltweit. Warum konnten die SPD und die Sozialistische Internationale, die jahrzehntelang gegen Krieg und Militarismus gekämpft hatten, ihren Regierungen nicht in den Arm fallen und die Katastrophe verhindern? Warum bewilligte eine Mehrheit der Sozialdemokraten 1914 die Kriegskredite, nachdem August Bebel noch 1897 bei der Debatte um den Militärhaushalt „Diesem System keinen Mann und keinen Groschen“ bewilligen wollte?

Anhand von einigen Ereignissen aus der Vorgeschichte des Weltkriegs soll versucht werden, diese Entwicklung zu erklären. Die sogenannten „Hottentotten-Wahlen“ 1906/07, die Diskussionen auf dem Stuttgarter Sozialistenkongress 1907 und die zweite Marokko-Krise 1911, eingeleitet durch den „Panthersprung nach Agadir“ illustrieren sowohl Aspekte der imperialistischen Politik, als auch der Entwicklung der sozialdemokratischen Antworten darauf.

Solidarische Grüße!

Karl-Helmut Lechner

 

 

 

„Als 1911 Frankreich unter dem Vorwand der „Aufstandsbekämpfung“ Teile Marokkos militärisch besetzte, entsandte die deutsche Regierung am 1. Juli das Kanonenboot „Panther“ zum Hafen von Agadir, um, wie der Leiter des Auswärtigen Amtes, Kiderlen-Wächter, es ausdrückte, es als “Faustpfand für die Erlangung von Kompensationen aus dem französischen Kolonialbesitz” zu nutzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Panther_(1901)SMS Panther (1901) – Indienststellung 15. März 1902. Verbleib: 1931 abgewrackt. SMS Panther war ein Kanonenboot der Iltis-Klasse der Kaiserlichen Marine, das wie alle ihre Schwestern im Auslandsdienst eingesetzt war.“