Lorenz Gösta Beutin, Landessprecher SH und MdB, zur Bombendrohung gegen die Linke-Parteizentrale

Gestern musste das Karl-Liebknecht-Haus – die Geschäftsstelle unserer Bundespartei – aufgrund einer rechtsextremen Bombendrohung vorübergehend geräumt werden. Das KL Haus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Über die Jahrzehnte war es immer wieder Schauplatz und Symbol gesellschaftlicher Kämpfe. Der braune Mob hat dieses Ziel daher nicht umsonst ausgewählt – er möchte uns etwas sagen, aber unsere Antwort ist deutlich: Kein Fußbreit den Faschisten! Ja, wir sehen und nehmen ernst, was dieser Tage auf den Straßen geschieht. Doch wir sehen auf der anderen Seite auch die abertausenden Menschen, die sich dem Hass und der Gewalt solidarisch entgegen stellen. Menschen, die von Fridays for Future Deutschland bis Hambi bleibt, von Unteilbar bis Beltretter, von Seebrücke – Schafft sichere Häfen bis Extinction Rebellion für eine bessere Zukunft streiten. Dieser Tage ziehen in vielen Städten die Paraden zum Christopher Street Day durch die Straßen. Sie erinnern an die Stonewall Unruhen und uns alle daran, wie wichtig es ist für eine bunte und tolerante Gesellschaft zu kämpfen. Deshalb sagen wir laut und stolz: Wir sind hier. Wir sind mehr. Wir sind bunt und lassen uns nicht einschüchtern. Jetzt und für Immer!