Anmietung von Hotels für Opfer häuslicher Gewalt auch in Schleswig-Holstein!

DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert einen Soforthilfe-Fonds für Frauen- und Kinderschutz. Ein Unterpunkt in diesem sollte die Anmietung von Hotelzimmern für die Opfer häuslicher Gewalt sein.

Die Berliner Landesregierung hat die Anmietung von zwei Hotels für die Opfer häuslicher Gewalt beschlossen. Im Zuge der Corona-Krise wird allgemein von einem Anstieg der häuslichen Gewalt in Deutschland ausgegangen, wie er bereits in anderen Ländern, die früher von der Pandemie betroffen waren, zu beobachten war.

„DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert die Landesregierung auf, in Schleswig-Holstein ebenfalls Hotels, Herbergen oder andere geeignete, bisher touristisch genutzte Räume für Frauen und Kinder anzumieten, die jetzt verstärkt häuslicher Gewalt ausgesetzt sind anzumieten“, so Monika Kulas vom Landesvorstand der LINKEN Schleswig-Holstein. „Wir sollten jetzt handeln, denn es gibt in ganz Schleswig-Holstein kaum noch Plätze in Frauenhäusern. Den Frauen und Kindern muss eine Möglichkeit gegeben werden sich in dieser Krisenzeit effektiv zu schützen.“

Der Fonds soll außerdem dazu dienen technische Gerätschaften zu beschaffen, die in Zeiten der digitalen Betreuung noch fehlen. Außerdem sollen die personellen Kapazitäten aufgestockt werden, da die digitale Betreuung deutlich zeitintensiver ist und die Zahl der Betroffenen von häuslicher Gewalt in Zeiten von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gerade deutlich ansteigt.