Behindertenbetreuung in öffentliche Hand! 

Unter dem Eindruck der anhaltenden Corona Krise fordert die Arbeitsgemeinschaft selbstbestimmte Behindertenpolitik die Strukturen der Betreuung behinderter Menschen in Schleswig-Holstein in die öffentliche Hand zu überführen. Die jetzige Situation und die Folgen der jahrelangen Sparpolitik treffen insbesondere behinderte Menschen schwer und dies weitgehend unbeachtet.
“Die jahrelange Politik der schwarzen Null und die Privatisierung der Daseinsvorsorge haben den gesamten Pflege-Sektor schwer getroffen, insbesondere aber behinderte Menschen, deren Situation oft unbeachtet und auch jetzt in der Diskussion weitgehend außen vor bleibt. Die weitgehende Schließung von Werkstätten und die Unterfinanzierung der Betreuungsstrukturen haben in der Krise verheerende Auswirkungen auf den zwingend notwendigen geregelten Tagesablauf der Betroffenen”, sagt André Schwarz, Mitglied im Sprecherrat der LAG selbstbestimmte Behindertenpolitik der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein.
DIE LINKE fordert daher die die Folgen der Privatisierung in der Behindertenpolitik rückgängig zu machen und massiv in den Sektor zu investieren.
“Dies ist nach unserer Ansicht nur dann möglich, wenn wir Daseinsvorsorge auch im Falle der Betreuung behinderter Menschen als originäre Aufgabe des Landes verstehen. Daher kommen wir um eine Überführung der Strukturen in der Behindertenbetreuung in die öffentliche Hand nicht herum, wenn wir dieses Selbstverständnis ernst nehmen wollen und den Wirtschaftlichkeitsdruck in der Betreuung verringern wollen”, sagt Florian Kautter, behindertenpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein.