Bildung im Corona-Winter: Investieren statt frieren!

Zum Schulstart nach den Herbstferien erklärt Johann Knigge-Blietschau für die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein:

“Seit Monaten ist man sehenden Auges in die jetzige Situation geschlittert: Ansteigende Infektionszahlen und sinkende Temperaturen. Bereits Ende August hat die Bundesvorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping, gefordert, dass Luftfilteranlagen für Schulen angeschafft werden. Es gibt mobile Geräte, die die Luft in einem Klassenraum sechsmal die Stunde umwälzen und Viren ausfiltern können. Erforderlich ist dafür der Filterstandard HEPA H14, die Kosten liegen derzeit zwischen 1000 und 2000 Euro. Eine staatliche Massenbestellung könnte diese Preise sicher erheblich drücken. Die KMK hat diese Möglichkeit am 23. September verworfen.

Falls Pullover und Decken als Schutz vor Covid-19 nicht ausreichen, sollte man meinen, es würden auf Hochtouren Vorbereitungen für erfolgreiches digitales Fernlernen getroffen. Im Juli versprach das schleswig-holsteinische Bildungsministerium Endgeräte für alle bedürftigen Schüler*innen. Angekommen sind sie immer noch nicht. Für die Schüler*innen, die zuhause kein Breitbandnetz haben, hat das Ministerium lediglich eine Bundesratsinitiative in Aussicht gestellt, um irgendwann einmal solche Kosten über Bildungsgutscheine abrechnen zu können. Man scheint zu hoffen, dass das Corona-Virus ebenso gemächlich ist wie die Landesregierung.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert:

  • Sofortprogramm zur Finanzierung von mobilen Luftfilteranlagen des HEPA H14-Standards für alle Bildungseinrichtungen.
  • Sofortige Ausgabe von digitalen Endgeräten an alle Schüler*innen, die sie benötigen.
  • Sofortige Kostenübernahme für häusliches Breitbandinternet für Schüler*innen aus sozial benachteiligten Familien.