DIE LINKE. Schleswig-Holstein fordert ein Nachsteuern im Schulbetrieb von Ministerin Prien

Mit den neuesten Zahlen zur Corona-Pandemie und vor allem der Tatsache, dass 50.000 Schüler*innen in Quarantäne sind, ist es nun an der Landesregierung Schleswig-Holstein, sich Gedanken um die Unterrichtsversorgung in den kommenden Monaten zu machen.

Zu erwarten ist, dass es weitere Quarantäneanordnungen für Schüler*innen und auch für Lehrer*innen geben wird, wenn die Temperaturen fallen. Für diesen Fall muss sichergestellt werden, dass alle Schüler*innen ein digitales Endgerät zur Verfügung haben, mit dem sie am Online-Unterricht teilnehmen können. „Hier sprechen wir uns allerdings deutlich gegen die Idee der Ministerin aus, dass die Eltern doch auf Urlaub verzichten mögen und mit diesem Geld Endgeräte erwerben sollen. Diese Forderung ignoriert die soziale Realität und verkennt, dass beim Erwerb von Endgeräten die Landesregierung selbst gefordert ist und nicht die schon genug durch Kurzarbeit und Jobunsicherheit gebeutelten Eltern!“ erklärt Luca Grimminger der Sprecher für Bildungspolitik der LINKEN Schleswig-Holstein.

Zudem sollte die Landesregierung Anstrengungen unternehmen, für die Schulen in Schleswig-Holstein ein Lernportal einzurichten, mit dem tatsächlich Unterricht stattfinden kann damit nicht behelfsmäßig Emails oder Videos als Unterrichtsersatz eingesetzt werden müssen.