Mobilität

DIE LINKE Schleswig-Holstein fordert sozial-ökologische Wende in der Agrarpolitik

Bedenklich stimmt eine aktuelle Stellungnahme mehrerer Wissenschaftsakademien zur europäischen Agrarpolitik. Die europäische Agrarpolitik zerstöre die Artenvielfalt und die aktuelle Politik auf allen Ebenen handele nicht konsequent und weitreichend genug, um das Artensterben aufzuhalten, so die Stellungnahme der Wissenschaftler*innen.
DIE LINKE in Schleswig-Holstein fordert seit langem ein konsequentes Umdenken hin zu einer gemeinwohlorientierten Landwirtschaft.
“Die aktuelle Situation ist an Dramatik nicht zu überbieten. Dennoch verharrt die Politik – auch in Schleswig-Holstein – im Winterschlaf. Wenn wir jetzt nicht gemeinsam die Wende hin zu einer gemeinwohlorientierten, nachhaltigen Landwirtschaft im Zuge eines gesamtgesellschaftlichen Wandels organisieren, hat die Politik versagt und es gibt es keine Rettung für Mensch, Umwelt und Wirtschaft mehr”, sagt Sebastian Kai Ising, klima- und wirtschaftspolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE Schleswig-Holstein.
DIE LINKE Schleswig-Holstein kritisiert die strategische Orientierung europäischer Politik auf Export und Intensivierung in der Landwirtschaft, die weltweit die sozialen und ökologischen Probleme in den ländlichen Räumen verstärkt. Doch Konzerne – und mit ihr die Lobby-Interessen der Regierungsparteien – profitieren von diesem Systemfehler.
“Während der so genannte Strukturwandel die Zahl der Arbeitsplätze in ländlichen Regionen wie Schleswig-Holstein verringert, werden Höfe aufgegeben und Flächen von Großbetrieben übernommen. Verloren gehen dabei biologische Vielfalt, eine nachhaltige Bewirtschaftung und der Beitrag der Landwirtschaft zur Lebensfähigkeit unserer Region. Wir fordern daher den Ausbau des Ökolandbaus und eine stärkere Unterstützung sozial-ökologischer Produktionsformen”, so Ising abschließend.